AirPods Pro 3: Lohnt sich das Upgrade wirklich?
Bild: Apple
Die AirPods Pro 3 sind seit September 2025 auf dem Markt. Wer noch AirPods Pro 2 besitzt, stellt sich seitdem dieselbe Frage: Lohnt sich das Upgrade, oder reichen die Pro 2 noch für Jahre? Die Antwort ist differenzierter als ein einfaches Ja oder Nein. Sie hängt davon ab, was man täglich von seinen AirPods verlangt.
Was die AirPods Pro 3 neu mitbringen
Apple hat bei den AirPods Pro 3 an allen relevanten Stellen nachgebessert, ohne das Grundkonzept zu verändern. Das Gehäuse sieht dem Vorgänger zum Verwechseln ähnlich. Die Verbesserungen stecken im Detail, sind aber im Alltag spürbar.
Das wichtigste Upgrade ist die aktive Geräuschunterdrückung. Das ANC der AirPods Pro 3 ist laut Apple doppelt so effektiv wie beim Vorgänger. In der Praxis bedeutet das: Das monotone Rauschen von Flugzeugtriebwerken, U-Bahnen und Klimaanlagen wird nahezu vollständig eliminiert. Tastaturanschläge, Stimmengewirr und Motorengeräusche filtert das System merklich besser als die Pro 2. Das Adaptive Audio, das in Echtzeit zwischen Umgebungsgeräuschen umschaltet, reagiert laut Testberichten spürbar schneller als beim Vorgänger.
Die Passform wurde ebenfalls überarbeitet. Apple liefert die Pro 3 erstmals mit fünf Ohrpassstückgrößen von XXS bis L. Die neuen Ohrstöpsel sind mit Schaumstoff gefüllt, was den Anpressdruck gleichmäßiger verteilt und den Sitz stabiler macht. Wer mit den Pro 2 Probleme mit dem Halt hatte, profitiert hier direkt. Apple gibt an, 100.000 Stunden Nutzerforschung und 300 Millionen Ohranpassungsdaten ausgewertet zu haben.
Der Transparenzmodus ist ebenfalls verbessert. Stimmen werden klarer und natürlicher übertragen, was Gespräche mit eingesetzten AirPods angenehmer macht. Die Konversationsverstärkung isoliert Stimmen besser vom Umgebungsrauschen.
Drei neue Features, die es bei den Pro 2 nicht gab
Neben den Verbesserungen bei ANC und Passform gibt es drei vollständig neue Funktionen, die die Pro 2 nicht nachträglich erhalten haben.
Erstens: Der Herzfrequenzsensor. Die AirPods Pro 3 messen den Puls direkt über einen optischen Sensor in den Ohrstöpseln. Das funktioniert während des Trainings zuverlässig und lässt sich mit der iPhone-Fitness-App verbinden. Über 50 Trainingsarten lassen sich tracken. Die Messgenauigkeit entspricht laut Tests nicht ganz der Apple Watch, ist für den Alltag und moderaten Sport aber ausreichend präzise. Für alle, die ohne Smartwatch trainieren, ist das ein echter Mehrwert.
Zweitens: Verbesserte Schutzklasse. Die AirPods Pro 3 sind mit IP57 zertifiziert, sowohl die Ohrstöpsel als auch das Ladecase. Die Pro 2 hatten IPX4 für die Ohrstöpsel und IP54 für das Case. IP57 bedeutet Schutz gegen kurzzeitiges Untertauchen bis zu einem Meter. Ein Unterschied, der beim Sport im Regen oder beim versehentlichen Ablegen in eine feuchte Jackentasche relevant ist.
Drittens: Längere Akkulaufzeit. Die Pro 2 hielten mit aktivem ANC bis zu 6 Stunden. Die Pro 3 schaffen bis zu 8 Stunden. Das Case bietet insgesamt 24 Stunden Gesamtlaufzeit. Für Pendler und Vielreisende ist das ein messbarer Unterschied im Alltag.
Was sich nicht geändert hat
Die AirPods Pro 3 nutzen denselben H2-Chip wie die Pro 2, allerdings mit leichten Optimierungen. Der große Chipsprung zwischen H1 und H2 wiederholt sich hier nicht. Klang und Grundcharakter sind evolutionär verbessert, nicht revolutionär verändert. Wer mit dem Sound der Pro 2 zufrieden war, wird bei den Pro 3 nichts vermissen, aber auch keinen fundamentalen Unterschied wahrnehmen.
Die Live-Übersetzungsfunktion, die Apple bei der Vorstellung stark betonte, ist für Nutzer in der EU zum Start zunächst nicht verfügbar gewesen. Sie wird schrittweise ausgerollt. Für Nutzer außerhalb der Reisesituation spielt sie ohnehin eine untergeordnete Rolle.
AirPods Pro 2 vs. AirPods Pro 3: Der direkte Vergleich
| Merkmal | AirPods Pro 2 | AirPods Pro 3 |
|---|---|---|
| ANC | Sehr gut | Doppelt so effektiv |
| Akkulaufzeit (ANC) | Bis zu 6 Stunden | Bis zu 8 Stunden |
| Gesamtlaufzeit mit Case | 30 Stunden | 24 Stunden |
| Schutzklasse Ohrhörer | IPX4 | IP57 |
| Schutzklasse Case | IP54 | IP57 |
| Herzfrequenzsensor | Nein | Ja |
| Ohrpassstückgrößen | 4 Größen | 5 Größen (XXS–L) |
| Chip | H2 | H2 (optimiert) |
| Preis | Günstiger (refurbished) | 249 Euro UVP |
Zwei Punkte, die gegen das Upgrade sprechen können
Die Gesamtlaufzeit mit Ladecase ist bei den AirPods Pro 3 gesunken. Die Pro 2 boten 30 Stunden Gesamtlaufzeit, die Pro 3 kommen auf 24 Stunden. Das Case ist leicht gewachsen, speichert aber weniger Energie. Im Alltag bedeutet das: Die iOS-Benachrichtigung zum Laden des Cases erscheint bei den Pro 3 deutlich häufiger. Wer die Pro 2 selten laden musste, wird das bei den Pro 3 öfter tun.
Die veränderte Passform ist außerdem nicht für jeden eine Verbesserung. Die AirPods Pro 3 sitzen tiefer im Gehörgang als die Pro 2, was den ANC-Effekt verstärkt, aber bei manchen Nutzern als weniger angenehm empfunden wird. Langzeittests zeigen, dass ein Teil der Nutzer nach Wochen zu den Pro 2 zurückgekehrt ist, weil der Druckpunkt des neuen Designs nicht für jede Ohrform passt. Apple bietet in ausgewählten Stores Probeträge-Möglichkeiten an, was vor einem Kauf ausdrücklich empfehlenswert ist.
Für wen lohnt sich das Upgrade?
AirPods Pro 1-Nutzer: Das Upgrade ist klar empfehlenswert. Der Sprung von der ersten auf die dritte Generation ist in allen Bereichen substanziell. ANC, Transparenzmodus, Akku, Passform und Schutzklasse sind in einer anderen Liga.
AirPods Pro 2-Nutzer, die regelmäßig Sport treiben: Der Herzfrequenzsensor, die IP57-Schutzklasse und die zwei Stunden längere Akkulaufzeit machen den Unterschied. Wer die AirPods Pro als Trainingsgerät nutzt und auf die Apple Watch verzichten möchte, bekommt mit den Pro 3 einen echten Mehrwert.
AirPods Pro 2-Nutzer, die viel reisen oder pendeln: Das doppelt so starke ANC ist hier das entscheidende Argument. Wer täglich in der U-Bahn oder im Flugzeug sitzt, merkt den Unterschied. Für dieses Nutzungsprofil lohnt sich das Upgrade.
AirPods Pro 2-Nutzer im normalen Alltag: Wer die Pro 2 hauptsächlich für Musik und Telefonate nutzt und mit dem ANC zufrieden ist, muss nicht wechseln. Die Pro 2 sind weiterhin exzellent. Das Upgrade ist hier keine Notwendigkeit, sondern eine Frage der persönlichen Ansprüche.
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Fazit
Die AirPods Pro 3 sind die besten AirPods, die Apple bisher gebaut hat. Das doppelt so starke ANC, die verbesserte Passform, der Herzfrequenzsensor und die längere Akkulaufzeit machen sie zu einem substanziellen Update. Für Pro-2-Nutzer ist das Upgrade nicht zwingend, aber für alle, die viel reisen, Sport treiben oder das ANC täglich im Einsatz haben, klar lohnenswert. Für alle anderen: Die Pro 2 sind weiterhin stark. Wer wartet, bekommt im Herbst 2026 möglicherweise eine Premium-Variante mit IR-Kameras und Handgesten. Dann lohnt sich die Entscheidung nochmals zu überdenken.
FAQ
Was kostet die AirPods Pro 3?
Die AirPods Pro 3 kosten 249 Euro UVP. Damit liegt der Preis auf dem Niveau der Vorgängergeneration zum Marktstart.
Lohnt sich das Upgrade von AirPods Pro 2 auf Pro 3?
Für Sportler, Vielreisende und Pendler mit starkem ANC-Bedarf: Ja. Für Gelegenheitsnutzer ohne spezifische Anforderungen: Die Pro 2 reichen noch lange.
Haben die AirPods Pro 3 einen besseren Klang als die Pro 2?
Der Klang ist verbessert, besonders in den Tiefen. Der Unterschied ist hörbar, aber nicht fundamental. Die Grundcharakteristik bleibt ähnlich.
Was ist der größte Unterschied zwischen Pro 2 und Pro 3?
Das doppelt so effektive ANC und der Herzfrequenzsensor. Beides gab es bei den Pro 2 nicht in dieser Form.
Kommen bald neue AirPods Pro?
Ja. Im Herbst 2026 erwartet Apple eine Premium-Variante der AirPods Pro 3 mit Infrarotkameras, Handgestensteuerung und H3-Chip. Wer noch nicht gewechselt hat, kann bis dahin warten.