Neue AirPods Pro mit Kamera: Alle Details
Bild: Apple
Die AirPods Pro 3 sind erst seit Herbst 2025 auf dem Markt. Trotzdem arbeitet Apple bereits an einer neuen, hochwertigeren Variante für Herbst 2026. Der Grund: Infrarotkameras, Handgesten und eine tiefere Integration mit Apple Intelligence und iOS 27. Was bisher bekannt ist, ist technisch so interessant, dass es die Frage aufwirft, ob man heute noch AirPods Pro kaufen sollte oder besser wartet.
Warum eine neue AirPods Pro so kurz nach der letzten Generation?
Apple bringt normalerweise keine neuen AirPods Pro in zwei aufeinanderfolgenden Jahren. Der letzte Zyklus war deutlich länger: zwischen AirPods Pro 2 und AirPods Pro 3 lagen drei Jahre. Was 2026 anders macht: Es geht nicht um einen vollständigen Generationswechsel, sondern um eine Premium-Variante neben dem bestehenden Modell.
Apple hat diese Strategie bereits bei den AirPods 4 eingeführt: Das Modell ist in zwei Ausstattungsstufen erhältlich, einmal ohne und einmal mit aktiver Geräuschunterdrückung zu unterschiedlichen Preisen. Dasselbe Prinzip soll jetzt auf die Pro-Linie ausgeweitet werden. Die aktuellen AirPods Pro 3 für 249 Euro bleiben im Sortiment. Daneben erscheint eine hochwertigere Variante mit Infrarotkameras zu einem höheren Preis, Schätzungen liegen zwischen 299 und 349 Euro.
Feature 1: Infrarotkameras für visuelle Intelligenz
Das wichtigste neue Feature sind winzige Infrarotkameras, die direkt in die Ohrstöpsel integriert werden. Es handelt sich dabei nicht um Kameras für Fotos oder Videos, sondern um Infrarotsensoren, die die Umgebung erfassen, ähnlich wie die Face-ID-Sensoren im iPhone.
Was diese Kameras konkret können sollen: Sie ermöglichen Apple Intelligence visuellen Kontext. Die neue Siri in iOS 27, die auf der WWDC am 8. Juni 2026 vorgestellt wird, soll damit relevante Informationen über die Umgebung des Nutzers liefern können. Analyst Ming-Chi Kuo beschreibt es als Visual-Intelligence-Funktion für die Ohren: Die AirPods „sehen" was um den Nutzer herum passiert und können darauf reagieren. Leaker Kosutami, bekannt für präzise Apple-Gerüchte, bestätigt: Die Kameras sollen „um dich herum sehen" können und räumliches Bewusstsein für verbesserte 3D-Audio-Verortung bieten.
Eine tiefere Integration mit der Apple Vision Pro ist ebenfalls geplant. Die IR-Kameras sollen Handbewegungen erfassen und das räumliche Audioerlebnis beim Einsatz der Vision Pro präziser machen.
Feature 2: Handgesten statt Druckknopf
Die aktuellen AirPods Pro 3 werden über druckempfindliche Stiele gesteuert: einmal drücken für Play/Pause, zweimal für den nächsten Titel. Die neue Premium-Variante könnte diese Drucksensoren komplett ersetzen. Stattdessen sollen Handgesten in der Luft die Steuerung übernehmen.
Konkret bedeutet das: Ein Fingerzeig in die Luft könnte einen Song wechseln, eine Handbewegung einen Anruf annehmen oder Siri aktivieren, ohne die AirPods auch nur zu berühren. Der chinesische Leaker Instant Digital, der die Gerüchte von Ming-Chi Kuo präzisiert hat, sieht die Drucksensoren bei der Premium-Variante als vollständig wegfallend.
Das wäre ein fundamentaler Wechsel in der Bedienung. Ob die Gestensteuerung in der Praxis zuverlässig genug ist, um die bewährten physischen Druckpunkte zu ersetzen, wird sich erst mit dem fertigen Produkt zeigen.
Feature 3: H3-Chip für besseren Klang und weniger Latenz
Neben den Kameras und der Gestensteuerung wird ein neuer Audio-Chip erwartet. Mark Gurman von Bloomberg berichtet, dass Apple an einem H3-Chip arbeitet, der die aktuellen AirPods Pro 3 mit H2-Chip ablösen wird. Der H3 soll bessere Klangqualität, geringere Audiolatenz und mehr Rechenleistung für die KI-Verarbeitung der Kameradaten liefern.
Der H2 wurde 2022 mit den AirPods Pro 2 eingeführt und blieb in den AirPods Pro 3 unverändert. Ein Chipwechsel nach vier Jahren ist überfällig und passt zum Upgrade-Zyklus, den Apple bei den AirPods typischerweise verfolgt.
Alle bekannten Details im Überblick
| Merkmal | Was bekannt ist | Wahrscheinlichkeit |
|---|---|---|
| Infrarotkameras | Integriert in Ohrstöpsel, für Umgebungserfassung und AI | Sehr hoch |
| Handgesten | In-Air-Steuerung, Druckstiele möglicherweise entfallend | Hoch |
| H3-Chip | Besserer Klang, geringere Latenz, mehr KI-Leistung | Hoch |
| Vision Pro Integration | Verbesserte Hand-Tracking und räumliches Audio | Mittel |
| Name | Wahrscheinlich „AirPods Pro 3" mit Zusatz, nicht Pro 4 | Mittel |
| Preis | Zwischen 299 und 349 Euro erwartet | Mittel |
| Release | Herbst 2026, wahrscheinlich September | Hoch |
Warum die Kameras auf iOS 27 angewiesen sind
Die neuen KI-Funktionen der kamerabestückten AirPods sind nicht unabhängig vom Betriebssystem nutzbar. Sie setzen die überarbeitete Siri in iOS 27 voraus, die Apple auf der WWDC am 8. Juni 2026 vorstellen wird. Das erklärt auch das Timing: Ein Launch vor September 2026 ist unwahrscheinlich, weil iOS 27 erst im Herbst erscheint. Die Hardware und die Software sind bei diesem Produkt untrennbar verbunden.
Das ist strategisch relevant: Apple schafft mit den kamerabestückten AirPods ein Gerät, das erst mit iOS 27 sein volles Potenzial entfaltet. Wer die neuen Funktionen nutzen möchte, braucht ein iPhone, das iOS 27 unterstützt.
Kaufen oder warten?
Wer heute AirPods Pro kauft und die aktuellen AirPods Pro 3 wählt, bekommt ein vollständig ausgereiftes Produkt: doppelt so effektives ANC wie beim Vorgänger, Herzfrequenzmessung, acht Stunden Akkulaufzeit und IP57-Schutzklasse. Das ist für die meisten Alltagsanforderungen mehr als ausreichend.
Wer an Gestensteuerung, Visual Intelligence und der tiefen Integration mit iOS 27 interessiert ist und nicht auf diese Features angewiesen ist: sechs Monate warten lohnt sich. Die neue Premium-Variante wird ein deutlich anderes Gerät sein als die aktuellen AirPods Pro 3.
Wer seine AirPods täglich schützen möchte, findet bei WildTech passgenaue Sleeves aus echtem Wollfilz für das Ladecase. Zu den AirPods Sleeves bei WildTech.
Fazit
Die neuen AirPods Pro mit Infrarotkameras sind kein normales Jahres-Update. Sie markieren einen Schritt von einem reinen Audio-Accessoire hin zu einem KI-Wearable mit räumlichem Bewusstsein. Infrarotkameras, Handgestensteuerung und H3-Chip machen daraus ein technisch grundlegend anderes Produkt als die aktuellen AirPods Pro 3. Wenn Sie heute AirPods Pro kaufen wollen und keine sechs Monate warten können: Die AirPods Pro 3 sind exzellent. Wenn Sie die Kamera-Features wollen: Herbst 2026 ist der richtige Zeitpunkt.
FAQ
Wann erscheinen die neuen AirPods Pro mit Kamera?
Herbst 2026, wahrscheinlich im September zusammen mit den iPhone-18-Pro-Modellen. Die neuen KI-Funktionen setzen iOS 27 voraus, das erst im Herbst erscheint.
Werden die AirPods Pro 3 eingestellt?
Nein. Apple plant, beide Varianten parallel zu verkaufen. Die aktuellen AirPods Pro 3 für 249 Euro bleiben im Sortiment, die neue Premium-Variante kommt als Ergänzung dazu.
Was können die Infrarotkameras in den AirPods?
Die IR-Kameras nehmen keine Fotos oder Videos auf. Sie erfassen die räumliche Umgebung für Gestensteuerung und Visual-Intelligence-Funktionen mit der neuen Siri in iOS 27. Zusätzlich verbessern sie das räumliche Audioerlebnis mit Apple Vision Pro.
Wie viel werden die neuen AirPods Pro mit Kamera kosten?
Konkrete Preise sind noch nicht bestätigt. Analysten schätzen einen Preis zwischen 299 und 349 Euro, etwa 50 bis 100 Euro mehr als die aktuellen AirPods Pro 3.
Lohnen sich die AirPods Pro 3 noch als Kauf?
Ja, für alle, die nicht auf die Kamera-Features angewiesen sind. Die AirPods Pro 3 bieten doppelt so effektives ANC wie der Vorgänger, Herzfrequenzmessung und acht Stunden Akkulaufzeit. Für den Alltag sind das mehr als ausreichende Fähigkeiten.