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Mac — 31 Mar 2026

Mac mit OLED: Was Apple für 2029 plant

Mac mit OLED: Was Apple für 2029 plant

Apple arbeitet an einem iMac mit OLED-Display. Das ist keine Überraschung, wer Apples Display-Strategie der letzten Jahre verfolgt hat, der hat das kommen sehen. Was neu ist: Erstmals gibt es konkrete technische Anforderungen, konkrete Zulieferer und einen konkreten Zeitraum. Frühestens 2029, möglicherweise erst 2030. Und zum ersten Mal hat Apple seine Display-Partner nicht nur angefragt, sondern konkret um Muster gebeten.

 

Was Apple plant und von wem

Laut dem südkoreanischen Portal ZDNet Korea hat Apple Samsung Display und LG Display kontaktiert, um 24-Zoll-OLED-Panel-Muster für einen künftigen iMac zu entwickeln. Apple hat dabei konkrete Spezifikationen vorgegeben: 600 Nits Helligkeit und eine Pixeldichte von 218 PPI. Zum Vergleich: Der aktuelle iMac mit M4-Chip arbeitet mit einem 24-Zoll-LCD-Display, das 500 Nits erreicht und ebenfalls 218 PPI bietet. OLED würde also vor allem beim Kontrast und der Farbtiefe einen Sprung bringen, nicht bei der Auflösung.

Es ist nicht das erste Mal, dass Apple seine Zulieferer zu diesem Thema kontaktiert. Bereits im Dezember 2025 hatte Apple eine formelle Request for Information (RFI) bei Samsung Display und LG Display eingereicht, um finale Spezifikationen für das Display zu klären. Die aktuelle Anfrage nach konkreten Mustern ist der nächste Schritt in diesem Prozess.

 

QD-OLED vs. W-OLED: Warum die Technologiewahl entscheidend ist

Samsung Display und LG Display verfolgen grundlegend unterschiedliche OLED-Ansätze, und genau das macht die Lieferantenentscheidung für Apple so interessant.

Samsung setzt auf QD-OLED, Quantum Dot OLED. Diese Technologie verzichtet auf einen Farbfilter und nutzt stattdessen Quantum-Dot-Farbkonversion, was hellere Displays und sattere Farben ermöglicht. Samsung plant, auf seinen großformatigen QD-OLED-Produktionslinien Muster mit 220 PPI zu fertigen und diese noch im zweiten Halbjahr 2026 an Apple zu liefern. Die aktuell produzierten QD-OLED-Panels für externe Monitore erreichen lediglich 160 PPI, der Sprung auf 220 PPI ist also erheblich. Samsung wird dafür sein neuestes 5-Stack-QD-OLED-Plattformdesign einsetzen. Neue Inkjet-Druckgeräte von Ausrüster SEMES, die Anfang März an Samsung geliefert wurden, sollen die höhere Pixeldichte unterstützen.

LG Display verfolgt einen anderen Weg und setzt auf W-OLED, White OLED. Diese Technologie nutzt Farbfilter, was historisch zu geringerer Helligkeit geführt hat als QD-OLED. Um diesen Nachteil zu kompensieren, entwickelt LG ein neues 5-Stack-Design mit einer zusätzlichen grünen Schicht für bessere Helligkeit. Zudem arbeitet das Unternehmen an der eLEAP-Technologie, intern als fLEAP bezeichnet, die auf Fine Metal Masks verzichtet. Beide Technologien befinden sich noch in der Entwicklung. LG dürfte die Muster später als Samsung liefern, möglicherweise erst 2027.

Samsung gilt derzeit als wahrscheinlicherer Hauptlieferant für den OLED-iMac, weil QD-OLED in Helligkeit und Farbwiedergabe die Nase vorn hat.

 

Warum OLED im iMac technisch anspruchsvoll ist

OLED ist in Apples Produktpalette längst etabliert: iPhone, Apple Watch und iPad Pro nutzen die Technologie bereits. Das iMac-Display wäre jedoch das bislang größte OLED-Panel in einem Apple-Gerät. Und genau das ist der Grund für die lange Entwicklungszeit.

Bei kleinen Displays lässt sich OLED-Technik seit Jahren effizient produzieren. Bei 24 Zoll sind die Anforderungen an Gleichmäßigkeit, Helligkeit und Produktionsausbeute deutlich komplexer. Burn-in, also das dauerhafte Einbrennen statischer Bildelemente, ist bei stationären Desktop-Geräten ein realistisches Problem, weil Menüleisten und Dock-Symbole stundenlang an derselben Position verharren. Apple wird hier eine Lösung entwickeln müssen, bevor ein iMac mit OLED in den Markt geht.

Der Vorteil, der die Entwicklungskosten rechtfertigt: perfekte Schwarzwerte, deutlich höherer Kontrast, sattere Farben und bessere Energieeffizienz gegenüber dem aktuellen LCD-Panel. Für Bildbearbeitung, Videopost-Production und alle farbkritischen Workflows wäre das ein echter Qualitätssprung.

 

Was bis dahin kommt: iMac M5 und MacBook Pro mit OLED

Der OLED-iMac ist ein Langfristprojekt. In der Zwischenzeit läuft Apples Produktstrategie normal weiter. Für den iMac steht zunächst ein Update auf den M5-Chip an, das noch für 2026 erwartet wird. Das Gerät war zuletzt im Oktober 2024 mit dem M4-Chip und einer 12-Megapixel-Center-Stage-Kamera aktualisiert worden.

Deutlich früher wird OLED beim MacBook Pro Einzug halten. Berichten zufolge plant Apple ein MacBook Pro mit OLED-Display und Touchscreen für Ende 2026 oder Anfang 2027. Samsung Display hat bereits mit der Serienproduktion von OLED-Panels für künftige MacBook-Pro-Modelle begonnen. Für MacBook Air und iPad mini sind OLED-Varianten ebenfalls in Planung, ohne festen Zeitrahmen.

Die OLED-Strategie zieht sich durch Apples gesamte Produktpalette, aber in unterschiedlichem Tempo. iPhone und Apple Watch sind bereits vollständig auf OLED umgestellt. iPad Pro ist seit 2024 dabei. MacBook Pro folgt als nächstes, der iMac am Ende der Reihe.

 

Was das für aktuelle Kaufentscheidungen bedeutet

Wer heute einen iMac kauft, muss keine Angst vor einer unmittelbaren Ablösung haben. Der aktuelle iMac M4 ist ein vollständig ausgereiftes Gerät, das Display ist für die meisten Anwendungsfälle mehr als ausreichend. Der OLED-iMac ist mindestens drei bis vier Produktgenerationen entfernt.

Wer hingegen ein MacBook Pro plant und auf OLED wartet, hat einen deutlich kürzeren Zeithorizont. Ende 2026 oder Anfang 2027 könnten die ersten OLED-MacBook-Pro-Modelle erscheinen. Ob sich das Warten lohnt, hängt davon ab, wie dringend der aktuelle Bedarf ist.

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Fazit

Der OLED-iMac kommt, aber er braucht Zeit. Apple hat die technischen Anforderungen definiert, die Zulieferer kontaktiert und den Zeitrahmen abgesteckt. Wer heute einen iMac kauft, trifft eine solide Entscheidung für die nächsten Jahre. Wer auf OLED wartet, wartet mindestens bis 2029. Wenn Sie ein MacBook Pro im Blick haben und auf OLED spekulieren, ist der Zeithorizont deutlich kürzer. Ende 2026 könnte es so weit sein.

 

FAQ

 

Wann kommt der iMac mit OLED-Display?
Frühestens 2029, möglicherweise erst 2030. Apple hat Samsung Display und LG Display mit der Entwicklung von 24-Zoll-OLED-Panels beauftragt, die Serienproduktion ist jedoch erst in mehreren Jahren geplant.

Was ist der Unterschied zwischen QD-OLED und W-OLED?
QD-OLED von Samsung nutzt Quantum-Dot-Farbkonversion ohne Farbfilter und liefert dadurch hellere, farbtreuere Bilder. W-OLED von LG arbeitet mit Farbfiltern, was historisch etwas weniger Helligkeit bedeutet. Samsung gilt beim iMac-Projekt als Favorit.

Was verbessert OLED beim iMac gegenüber dem aktuellen LCD?
Hauptsächlich Kontrast und Farbtiefe. OLED-Pixel leuchten individuell, was perfekte Schwarzwerte ermöglicht. Die Helligkeit steigt von 500 auf 600 Nits. Die Auflösung mit 218 PPI bleibt identisch zum aktuellen Modell.

Lohnt es sich, mit dem iMac-Kauf bis 2029 zu warten?
Für die meisten Nutzer nicht. Der aktuelle iMac M4 ist ein vollständig ausgereiftes Gerät. Wer heute einen Mac braucht, sollte kaufen.

Welches Apple-Gerät bekommt als nächstes ein OLED-Display?
Das MacBook Pro. Ein Modell mit OLED-Display und Touchscreen wird für Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet. Samsung hat bereits mit der Produktion der entsprechenden Panels begonnen.

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