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AirPodsZubehör — 16 Jun 2026

AirPods Pro 3 oder AirPods 4: Was lohnt sich?

AirPods Pro 3 oder AirPods 4: Was lohnt sich?

Bild: Apple

AirPods Pro 3 oder AirPods 4: Diese Frage stellt sich gerade jeder, der neue Apple-Ohrhörer sucht. Beide Modelle sind aktuell im Verkauf, beide arbeiten mit demselben H2-Chip, und trotzdem trennen sie Welten. Es geht um die Bauform, um die Geräuschunterdrückung, um Gesundheitsfunktionen und um einen Preisunterschied von rund 130 Euro. Dieser Ratgeber ordnet die beiden Ohrhörer ehrlich ein und zeigt, für welchen Alltag sich welches Modell wirklich lohnt.

 

Zwei Klassen, ein gemeinsamer Chip

Die AirPods 4 sind seit Herbst 2024 auf dem Markt, die AirPods Pro 3 kamen im September 2025 dazu. Beide nutzen den H2-Chip, der für die Rechenleistung hinter Spatial Audio, der Sprachverarbeitung und der Geräuschunterdrückung zuständig ist. In der reinen Audio-Engine sind sich die Modelle damit näher, als der Preis vermuten lässt.

Der Unterschied liegt nicht im Chip, sondern in der Hardware drumherum. Die AirPods 4 sind die offene Variante ohne Silikonaufsätze. Die AirPods Pro 3 versiegeln den Gehörgang und holen damit Sensoren, stärkere Geräuschunterdrückung und Gesundheitsfunktionen ins Ohr, die offene Ohrhörer technisch gar nicht leisten können.

 

Design und Tragegefühl: offen oder versiegelt

Die AirPods 4 sitzen wie die klassischen AirPods locker in der Ohrmuschel. Es gibt keine wechselbaren Aufsätze und nur eine Größe. Das ist angenehm druckfrei und lässt die Umgebung bewusst durch, was viele Menschen über Stunden als komfortabler empfinden. Der Nachteil: Wer eine ungewöhnliche Ohrform hat, kann den Sitz nicht korrigieren, und bei viel Bewegung sitzt der Ohrhörer weniger fest.

Die AirPods Pro 3 setzen auf eine versiegelte In-Ear-Bauform mit schaumgefüllten Silikonaufsätzen in fünf Größen, von XXS bis XL. Diese Abdichtung verbessert den Sitz spürbar, hält die Ohrhörer beim Sport sicher und ist die Grundvoraussetzung für eine wirksame Geräuschunterdrückung. Wer den Fremdkörper im Ohr nicht mag, wird mit der offenen Variante glücklicher. Wer Ruhe und festen Halt sucht, kommt an der Pro-Bauform nicht vorbei.

 

Geräuschunterdrückung im Alltag

Hier liegt der größte praktische Unterschied. Die Standard-AirPods-4 gibt es erstmals in zwei Versionen, einmal ohne und einmal mit aktiver Geräuschunterdrückung. Das ist neu, denn ANC war bisher den Pro-Modellen vorbehalten. Die Geräuschunterdrückung der AirPods 4 funktioniert ordentlich und dämpft gleichmäßiges Brummen wie im Zug oder Flugzeug. Weil der Ohrhörer aber nicht abdichtet, bleibt sie physikalisch begrenzt.

Die AirPods Pro 3 spielen in einer anderen Liga. Durch die Abdichtung und eine überarbeitete Akustik filtern sie deutlich mehr Umgebungslärm heraus, vom Großraumbüro bis zur belebten Straße. Apple bewirbt die stärkste Geräuschunterdrückung, die je in AirPods steckte. Der adaptive Transparenzmodus, der laute Geräusche in Echtzeit absenkt, ist bei beiden vorhanden, entfaltet bei den Pro 3 durch die Abdichtung aber mehr Wirkung.

 

Gesundheit: Herzfrequenz und Hörfunktionen

Die AirPods Pro 3 sind die ersten AirPods mit einem optischen Herzfrequenzsensor im Ohr. Er misst den Puls über das Licht im Gehörgang und kombiniert die Werte mit den Bewegungsdaten des iPhones, etwa für das Kalorientracking beim Workout. Für Menschen ohne Apple Watch ist das eine ernst zu nehmende Trainingsfunktion.

Dazu kommt die Hörgerätefunktion, die einen vorab durchgeführten Hörtest nutzt, um leise Sprache gezielt zu verstärken. Apple ergänzt das um Hörschutz und eine automatische Sprachanhebung in lauten Umgebungen. Die AirPods 4 bieten keine dieser Funktionen. Wer also nicht nur Musik hören, sondern auch Puls oder Hörvermögen unterstützen möchte, findet das ausschließlich bei den Pro 3.

 

Akku, Schutzart und Bedienung

Beim Akku haben die Pro 3 deutlich zugelegt. Sie halten mit aktiver Geräuschunterdrückung bis zu 8 Stunden pro Ladung und kommen mit dem Ladecase auf bis zu 24 Stunden. Im Hörgerätemodus sind bis zu 10 Stunden möglich. Die AirPods 4 mit ANC schaffen rund 4 bis 5 Stunden pro Ladung und bis zu 20 Stunden mit dem Case, die Variante ohne ANC kommt auf bis zu 30 Stunden Gesamtlaufzeit.

Auch bei der Robustheit zeigt sich der Klassenunterschied. Die AirPods Pro 3 sind nach IP57 gegen Schweiß, Wasser und Staub geschützt, die AirPods 4 nach IP54. Beide Modelle werden per Stielgeste gesteuert, also durch Drücken am Schaft. Wie sich die einzelnen Gesten belegen lassen und welche Steuerung sich im Alltag bewährt, lesen Sie ausführlich in unserem Ratgeber AirPods Pro und iOS 26: Alle Gesten und Steuerungen.

 

Die technischen Daten im Vergleich

Merkmal AirPods 4 AirPods 4 (ANC) AirPods Pro 3
Bauform offen offen In-Ear, versiegelt
Ohrpassstücke keine keine 5 Größen, schaumgefüllt
Chip H2 H2 H2
Geräuschunterdrückung nein ja ja, stärkste Stufe
Herzfrequenzsensor nein nein ja
Hörgerätefunktion nein nein ja
Schutzart IP54 IP54 IP57
Akku mit ANC - ca. 4-5 h bis 8 h
Gesamt mit Case bis 30 h bis 20 h bis 24 h
Case-Laden USB-C USB-C, kabellos USB-C, MagSafe
UVP (Apple) 149 Euro 199 Euro 279 Euro

 

Die Preise in Deutschland

Im Apple Store gelten als Preisempfehlung 149 Euro für die AirPods 4, 199 Euro für die ANC-Variante und 279 Euro für die AirPods Pro 3. Im Handel liegen die Straßenpreise spürbar darunter. Die AirPods 4 finden Sie ab etwa 115 Euro, die ANC-Version ab rund 155 Euro und die AirPods Pro 3 ab ungefähr 209 Euro. Zwischen den offenen AirPods 4 und den Pro 3 liegen also je nach Quelle 90 bis 130 Euro, ein Aufpreis, der sich nur lohnt, wenn Sie die Pro-Funktionen wirklich nutzen.

 

Für wen lohnt sich welches Modell?

Nehmen wir Nora, 34, die täglich mit der Bahn pendelt. Sie will im Großraumwagen ihre Ruhe, ohne tief in die Technik einzusteigen. Für sie reichen die AirPods 4 mit ANC, die Durchsagen und Fahrgeräusche zuverlässig dämpfen. Wer absolute Stille möchte, greift hier schon zu den Pro 3.

Jonas, 41, trainiert für einen Halbmarathon und hat keine Apple Watch. Er profitiert klar von den AirPods Pro 3, weil der Herzfrequenzsensor, der sichere Sitz und die IP57-Einstufung gegen Schweiß genau auf sein Lauftraining einzahlen. Die offenen AirPods 4 wären für ihn die falsche Wahl.

Kemal, 29, sitzt im Homeoffice und trägt seine Ohrhörer acht Stunden für Calls. Ihm ist druckfreier Komfort wichtiger als maximale Stille, und er möchte hören, wenn jemand den Raum betritt. Für ihn sind die offenen AirPods 4 die angenehmere Lösung, die ANC-Version ist optional.

Renate, 58, bemerkt eine leichte Hörschwäche und möchte in Gesprächen besser verstehen. Die Hörgerätefunktion der AirPods Pro 3 verstärkt leise Sprache gezielt und macht aus den Ohrhörern ein Alltagswerkzeug, das die AirPods 4 schlicht nicht bieten.

 

Live-Übersetzung und die Lage in der EU

Ein Detail, das deutsche Käufer kennen sollten: Die AirPods Pro 3 bieten eine Live-Übersetzung, die gesprochene Sprache in Echtzeit überträgt. Diese Funktion setzt Apple Intelligence auf einem kompatiblen iPhone voraus und ist nicht in allen Regionen und Sprachen verfügbar. In der EU gelten durch regulatorische Vorgaben teils eigene Startzeitpunkte für KI-Funktionen. Wenn die Live-Übersetzung für Sie ein zentrales Kaufargument ist, prüfen Sie vor dem Kauf, ob sie für Ihr iPhone, Ihre Sprache und Ihre Region bereits freigeschaltet ist.

 

Jetzt kaufen oder noch warten?

Beide Modelle sind aktuell und werden Sie für mehrere Jahre begleiten. Ein direkter Nachfolger der AirPods 4 ist derzeit nicht in Sicht. Auf der Pro-Seite kursieren dagegen erste Gerüchte über eine künftige Generation mit Kamerasensoren, die wir in unserem Beitrag Neue AirPods Pro mit Kamera: Alle Details einordnen. Wer maximale Klangruhe über dem Ohr sucht, sollte zusätzlich einen Blick auf die AirPods Max 2 werfen, die wir in unserem Überblick zu den Apple-Neuheiten im März 2026 beschrieben haben. Für den Kauf heute gilt: Wenn Sie nicht gezielt auf eine unbestätigte Zukunftsfunktion warten, ist beides eine sichere Wahl.

 

Damit Ihre neuen Ohrhörer in Tasche oder Rucksack geschützt bleiben, fertigen wir bei WildTech passgenaue Sleeves aus echtem Wollfilz, die Sie in unserer Kategorie AirPods Sleeves finden.

 

 

 

Fazit

Wenn Sie offenen Tragekomfort, einen günstigen Einstieg und Musik für den Alltag suchen, dann sind die AirPods 4 die richtige Wahl, in lauten Umgebungen mit der ANC-Variante. Wenn Sie dagegen starke Geräuschunterdrückung, einen sicheren Sitz beim Sport oder Gesundheitsfunktionen wie Herzfrequenz und Hörunterstützung möchten, dann führt kein Weg an den AirPods Pro 3 vorbei. Der Aufpreis ist gerechtfertigt, sobald Sie mindestens eine dieser Pro-Funktionen wirklich nutzen.

 

Häufige Fragen

Haben die AirPods 4 und die AirPods Pro 3 denselben Chip?
Ja, beide nutzen den H2-Chip. Die Unterschiede entstehen durch Bauform, Sensoren und die versiegelten Aufsätze der Pro-Variante, nicht durch die Rechenleistung.

Gibt es Geräuschunterdrückung bei den AirPods 4?
Nur bei der teureren ANC-Version. Die Standardversion der AirPods 4 hat keine aktive Geräuschunterdrückung. Wegen der offenen Bauform fällt die Wirkung grundsätzlich geringer aus als bei den Pro 3.

Lohnen sich die AirPods Pro 3 ohne Apple Watch?
Gerade dann sind sie interessant. Der eingebaute Herzfrequenzsensor liefert Pulswerte beim Training, ohne dass Sie eine Apple Watch tragen müssen.

Welches Modell ist besser für Sport?
Die AirPods Pro 3. Der versiegelte Sitz hält beim Laufen sicherer, die IP57-Einstufung schützt besser gegen Schweiß, und der Herzfrequenzsensor ergänzt das Training.

Kann ich die Live-Übersetzung der AirPods Pro 3 in Deutschland nutzen?
Das hängt von Ihrem iPhone, der Sprache und der regionalen Freischaltung von Apple Intelligence ab. Prüfen Sie die Verfügbarkeit vor dem Kauf, falls diese Funktion für Sie entscheidend ist.

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