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Zubehör — 17 Sep 2026

Apple Home Hub: Was Apple plant

Apple Home Hub: Was Apple plant

Der Apple Home Hub ist das am meisten erwartete neue Produkt im Apple-Ökosystem seit Jahren. Während am morgigen 18. September die ersten Exemplare der Apple Watch Series 12 und der Apple Watch Ultra 4 ausgeliefert werden, richtet sich der Blick vieler Apple-Beobachter bereits auf den nächsten großen Schritt: ein smartes Display für Wandmontage oder Nachttisch, das erstmals eine eigenständige Siri-KI direkt ins Zuhause bringen soll. Offiziell bestätigt hat Apple das Gerät bislang nicht. Die folgenden Informationen stammen aus Berichten von Branchenkennern wie dem Bloomberg-Journalisten Mark Gurman sowie aus mehreren unabhängigen Leaks. Sie sind ausdrücklich als Gerücht zu verstehen, auch wenn sich die Details in den vergangenen Monaten auffällig verdichtet haben.

Ich beobachte die Smart-Home-Kategorie seit Jahren mit gemischten Gefühlen. Amazon und Google haben mit Echo Show und Nest Hub früh Fakten geschaffen, Apple ist über HomePod und HomePod mini in diesem Marktsegment bislang nicht wirklich angekommen. Der Home Hub wäre der erste ernsthafte Versuch, ein eigenes Display-Ökosystem fürs Zuhause aufzubauen und Siri dort einzusetzen, wo Nutzer sie tatsächlich brauchen: beim Kochen, beim Koordinieren des Familienalltags, bei der Steuerung von Licht und Heizung.

 

Was ist der Apple Home Hub?

Der Home Hub ist kein Nachfolger des HomePod im klassischen Sinn, sondern eine neue Produktkategorie. Anders als der reine Lautsprecher HomePod besitzt er ein 7 Zoll großes Touch-Display und eine Kamera. Damit ähnelt er stärker einem Amazon Echo Show oder einem Google Nest Hub Max als den bisherigen Apple-Lautsprechern. Wer bereits zwischen HomePod und HomePod mini abgewogen hat, kennt das Grundprinzip der Positionierung, nun kommt eine dritte, deutlich leistungsfähigere Option hinzu.

Laut übereinstimmenden Berichten plant Apple zwei Varianten. Ein Tischmodell mit stoffbezogenem Standfuß in Halbkugelform, ähnlich der bisherigen HomePod-Optik, sowie ein Wandmodell, das sich magnetisch befestigen lässt und dort dauerhaft montiert bleibt. Beide Varianten sollen auf dieselbe Hardware und Software zurückgreifen. Wir hatten den Home Hub bereits kurz in unserer Übersicht der 15 neuen Apple-Produkte 2026 erwähnt, in diesem Ratgeber gehen wir deutlich tiefer auf die Details ein.

 

Technische Daten: Display, Chip und Kamera

Nach aktuellem Kenntnisstand vom 17. September 2026 zeichnet sich folgendes Bild ab. Für den Chip kursieren zwei unterschiedliche Angaben. Neuere Berichte gehen von einem A18-Chip mit 8 Gigabyte Arbeitsspeicher aus, frühere Leaks nannten dagegen einen A17-Pro-Chip in Kombination mit dem separaten N1-Networking-Chip. Für die Praxis bedeutet das in beiden Fällen ausreichend Rechenleistung für Gesichtserkennung und einfache Siri-KI-Anfragen direkt auf dem Gerät, ohne dass Antworten spürbar länger dauern als bei einem aktuellen iPhone.

Merkmal Aktueller Stand der Gerüchte
Display 7 Zoll, Touchscreen
Chip A18 mit 8 GB RAM (neuere Berichte) oder A17 Pro mit N1-Chip (frühere Leaks)
Kamera rund 1080p, für FaceTime und lokale Gesichtserkennung
Betriebssystem homeOS, Basis tvOS, Bedienkonzept mit Anleihen bei watchOS
Bauformen Tischmodell mit Standfuß, Wandmodell mit Magnethalterung

 

homeOS: Das neue Betriebssystem im Detail

Apple entwickelt für den Home Hub offenbar ein komplett neues Betriebssystem mit dem internen Namen homeOS. Die Softwarebasis stammt von tvOS, dem Betriebssystem des Apple TV, das Bedienkonzept orientiert sich in Teilen an watchOS. Zum Marktstart soll es keinen klassischen App Store geben, stattdessen setzt Apple auf Widgets und vorinstallierte Apps wie FaceTime, Safari, Apple News, Home, Musik, Kalender, Notizen und Fotos. Zentrale Funktion ist die Gesichtserkennung über die eingebaute Kamera. Erkennt das Gerät eine Person, wechselt es automatisch zu deren persönlichem Profil mit Kalender, Fotos und Erinnerungen. Die Verarbeitung soll komplett lokal auf dem Gerät stattfinden, ein Ansatz, den Apple bereits bei Face ID auf dem iPhone verfolgt.

Weitere geplante Funktionen sind ein Intercom-System, mit dem sich mehrere Home Hubs im Haus wie eine Gegensprechanlage nutzen lassen, eine Präsenzerkennung, die private Inhalte automatisch ausblendet, sobald eine unbekannte Person den Raum betritt, sowie eine tiefe HomeKit-Integration als zentrale Schaltstelle für Licht, Heizung, Rollläden und Sicherheitskameras.

 

Preis und Starttermin: Was ist bislang bekannt?

Beim Preis schwanken die Schätzungen erheblich, was für ein Produkt in diesem frühen Gerüchtestadium nicht ungewöhnlich ist.

Quelle und Zeitpunkt Preisschätzung
Erste Berichte, Anfang 2026 rund 499 US-Dollar
Aktuelle Berichte, Sommer und Herbst 2026 199 bis 249 US-Dollar beziehungsweise rund 349 US-Dollar, je nach Quelle
Offizieller Preis bislang nicht bekannt

Einen Euro-Preis nennt bislang keine Quelle, da Apple das Produkt noch nicht offiziell vorgestellt hat. Aus Erfahrung mit anderen Apple-Produkten würde ich davon abraten, US-Dollar-Angaben eins zu eins in Euro umzurechnen. Der deutsche Preis liegt bei Apple traditionell aufgrund von Mehrwertsteuer und Einführungsaufschlag über dem reinen Wechselkurs. Zum Vergleich, in den USA starten die günstigsten smarten Displays der Konkurrenz wie das Amazon Echo Show 8 oder der Google Nest Hub Max bereits bei rund 149 beziehungsweise 229 US-Dollar. Selbst am unteren Ende der aktuellen Home-Hub-Schätzungen würde Apple sich preislich also im oberen Marktsegment positionieren.

Als Zeitfenster für den Marktstart nennen die meisten Quellen Oktober 2026. Laut Mark Gurman ist als Rückfalloption aber auch ein Verschieben auf Anfang 2027 nicht ausgeschlossen, sollte die Software bis dahin nicht fertig sein. Genau das war in der Vergangenheit bereits einmal der Grund für eine Verzögerung dieses Produkts.

 

Siri-KI in Deutschland: Bekommt der Home Hub, was dem iPhone fehlt?

Für deutsche Nutzer ist eine andere Frage mindestens genauso wichtig wie Preis und Technik: Bekommt der Home Hub die neue Siri-KI überhaupt in Deutschland? Wir haben in unserem Ratgeber zur Siri-KI-Verzögerung in der EU bereits erklärt, warum die neue KI-gestützte Siri auf iPhone und iPad in der EU zum Start nicht verfügbar ist. Grund ist der Digital Markets Act, kurz DMA, der Apple in der EU zu einer stärkeren Öffnung von iOS und iPadOS gegenüber Drittanbietern verpflichtet. Solange diese Öffnung nicht vollständig umgesetzt ist, verzögert Apple nach eigener Aussage lieber die Einführung neuer KI-Funktionen auf diesen beiden Plattformen, statt sie regulatorisch angreifbar auf den Markt zu bringen.

Mac, Apple Watch und Vision Pro sind von dieser Einschränkung ausdrücklich nicht betroffen, weil sie unter dem DMA nicht als sogenannte Kernplattformdienste eingestuft sind. Nach meiner Einschätzung dürfte für homeOS als komplett neue, eigenständige Plattform zunächst dasselbe gelten. Eine offizielle Bestätigung von Apple oder der EU-Kommission gibt es dafür allerdings noch nicht, weil das Produkt selbst noch nicht existiert. Sollte sich diese Einschätzung bestätigen, wäre der Home Hub in Deutschland tatsächlich das günstigste Einstiegsticket in die neue Siri-KI, noch vor einem entsprechenden iPhone-Update.

 

Für wen sich der Home Hub eignen könnte

Sabine, 42, organisiert als Mutter zweier Kinder in Hamburg den Familienalltag über einen gemeinsamen Kalender. Für sie wäre der Home Hub in der Küche interessant, Rezepte per Sprachbefehl, ein Blick auf den Tagesplan während des Frühstücks und eine Gegensprechanlage ins Kinderzimmer, ohne dass jemand zum Handy greifen muss.

Jonas, 29, arbeitet als freiberuflicher Softwareentwickler im Homeoffice in Berlin. Für ihn zählt weniger die Optik als die Automation, Licht und Heizung im Arbeitszimmer sollen sich an Fokuszeiten anpassen, FaceTime-Calls mit Kunden laufen im Idealfall direkt über den Home Hub, ohne dass das iPhone dafür extra an der Steckdose liegen muss.

Herbert, 68, lebt im Ruhrgebiet in einem Einfamilienhaus und nutzt bislang kaum Smart-Home-Technik. Für ihn wäre vor allem die einfache Sprachsteuerung interessant, dazu Videotelefonate mit den Enkeln über ein großes Display statt über ein kleines Smartphone, sowie ein schneller Blick auf die Kamera an der Haustür.

Lea, 34, ist Content-Creator in München und hat ihre Altbauwohnung bereits konsequent mit HomeKit-Geräten ausgestattet. Für sie ist der Home Hub weniger ein Nice-to-have als eine logische Ergänzung, eine zentrale Steuerzentrale für Dutzende Szenen und Automationen, dazu ein Intercom-System zwischen den Stockwerken.

Diese vier Beispiele zeigen: Der Home Hub zielt weniger auf Einzelnutzer als auf Haushalte, die entweder bereits im Apple-Ökosystem verankert sind oder eine zentrale Schaltstelle für ihr Zuhause suchen.

 

Meine Einschätzung: Abwarten oder direkt zugreifen?

Als jemand, der seit über 14 Jahren mit Technik-Produkten arbeitet und dabei einige holprige erste Produktgenerationen erlebt hat, würde ich beim Home Hub zur Geduld raten. Apples erste HomePod-Generation hatte zum Marktstart spürbare Software-Schwächen, die erst über mehrere Updates behoben wurden. Bei einem komplett neuen Betriebssystem wie homeOS halte ich ein ähnliches Muster für wahrscheinlich, gerade weil zum Start offenbar noch kein App Store existieren soll.

Die größte Stärke des Geräts dürfte die tiefe HomeKit-Integration sein, kombiniert mit der lokalen, datenschutzfreundlichen Verarbeitung der Gesichtserkennung. Das ist ein echter Unterschied zu vielen Konkurrenzprodukten, die stärker auf Cloud-Verarbeitung setzen. Die größte Schwäche sehe ich im vermutlich hohen Preis gegenüber Echo Show und Nest Hub, kombiniert mit einem eingeschränkten Software-Ökosystem zum Start. Wer ohnehin tief im Apple-Ökosystem steckt und Wert auf Datenschutz legt, für den lohnt sich ein genauer Blick, sobald die ersten Testberichte vorliegen. Wer aktuell zufrieden mit Echo Show oder Nest Hub arbeitet, hat aus meiner Sicht keinen Grund zur Eile.

 

Bei WildTech begleiten wir praktisch jede neue Apple-Gerätegeneration, auch abseits von iPhone und iPad. Für die aktuelle HomePod-Generation bieten wir bereits passende Untersetzer aus echtem Wollfilz an, die Möbel vor Kratzern und Hitze schützen. Sollte der Home Hub in einer ähnlichen Bauform erscheinen, dürfte sich vergleichbares Zubehör auch dafür anbieten. Einen Überblick über unser gesamtes Zubehör-Sortiment aus Wollfilz finden Sie in unserem Shop.

 

 

 

Fazit

Wenn Sie bereits vollständig auf HomeKit setzen, Wert auf lokale Datenverarbeitung legen und offen für ein Apple-Produkt der ersten Generation sind, dann lohnt sich ein Blick auf den Home Hub, sobald Preis und Verfügbarkeit für Deutschland offiziell feststehen. Wenn Sie dagegen auf ein ausgereiftes Software-Ökosystem mit vollwertigem App Store angewiesen sind oder ohnehin zufrieden mit Echo Show oder Nest Hub arbeiten, dann sollten Sie die ersten unabhängigen Testberichte nach dem Marktstart abwarten, bevor Sie investieren.

 

Häufige Fragen zum Apple Home Hub

Wann erscheint der Apple Home Hub?

Ein offizielles Datum hat Apple nicht bestätigt. Die meisten Berichte nennen Oktober 2026 als Zielfenster, ein Verschieben auf Anfang 2027 gilt als möglich.

 

Was wird der Apple Home Hub kosten?

Auch hier gibt es keine offizielle Angabe. Schätzungen reichen von 199 bis 249 US-Dollar bis hin zu rund 349 US-Dollar, frühere Gerüchte nannten sogar 499 US-Dollar. Ein Euro-Preis für Deutschland steht noch aus.

 

Läuft die neue Siri-KI auf dem Home Hub auch in Deutschland?

Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht, da das Gerät noch nicht existiert. Da homeOS aller Voraussicht nach nicht denselben regulatorischen Einschränkungen unterliegt wie iOS und iPadOS in der EU, ist eine Verfügbarkeit der Siri-KI zum Start wahrscheinlicher als beim iPhone.

 

Welcher Chip kommt im Apple Home Hub zum Einsatz?

Neuere Berichte gehen von einem A18-Chip mit 8 Gigabyte Arbeitsspeicher aus, frühere Leaks nannten einen A17-Pro-Chip mit separatem N1-Networking-Chip. Eine offizielle Bestätigung fehlt bislang.

 

Braucht man für den Home Hub zwingend ein iPhone?

Nach aktuellem Kenntnisstand nicht zwingend, für die volle HomeKit-Integration und Funktionen wie Handoff dürfte ein bestehendes Apple-Ökosystem mit iPhone jedoch sinnvoll sein.

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