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iPadiPadOSSoftware — 06 Jun 2026

iPadOS 27: Vier neue Funktionen fürs iPad

iPadOS 27: Vier neue Funktionen fürs iPad

Bild: Apple

Apple stellt iPadOS 27 am 8. Juni auf der WWDC vor, und schon jetzt zeichnen sich vier konkrete neue iPad-Funktionen ab. Sie reichen von einer cleveren Tab-Verwaltung in Safari über eine grundlegend überarbeitete Suche bis hin zu einer systemweiten Grammatikprüfung und dem Erstellen von Kurzbefehlen per natürlicher Sprache. Berichtet werden die Neuerungen von Bloomberg-Reporter Mark Gurman und 9to5Mac, kurz vor der Keynote. Die meisten Funktionen setzen auf künstliche Intelligenz und machen das iPad im Alltag spürbar produktiver. Hier sind alle vier Features im Detail und was sie für iPad-Nutzer bedeuten.

 

Funktion 1: Automatische Tab-Gruppierung in Safari

Die erste Neuerung betrifft Safari und heißt Organize Tabs. Wer viele Tabs gleichzeitig offen hat, kennt das Chaos. iPadOS 27 schafft hier Ordnung. Die Funktion sortiert offene Tabs auf Wunsch automatisch in thematische Gruppen.

Ein Beispiel: Wer parallel für ein Projekt recherchiert, nebenbei online einkauft und ein paar Produktivitäts-Werkzeuge offen hat, bekommt diese Tabs von Safari automatisch nach Themen sortiert. Laut Bloomberg ist Organize Tabs eine optionale, KI-gestützte Funktion, die nicht nur auf das iPad, sondern auch auf iPhone, Mac und Vision Pro kommt. Sie ist dabei nicht ausdrücklich als Apple-Intelligence-Funktion gekennzeichnet, nutzt aber erkennbar eine Form von KI. Wer seine Tabs lieber manuell ordnet, kann die automatische Gruppierung deaktivieren.

 

Funktion 2: Überarbeitete Spotlight-Suche mit Siri

Die zweite Neuerung ist die größte. Die Spotlight-Suche, die auf dem Mac bereits mit macOS Tahoe stark erweitert wurde, kommt nun in überarbeiteter Form aufs iPad. Der Clou ist die Verschmelzung mit der neuen Siri.

In iPadOS 27 können Nutzer in derselben Oberfläche, in der sie Apps finden und nach Dateien suchen, auch direkt Fragen an Siri stellen. Von dort aus lassen sich Apps öffnen, Nachrichten starten, das Wetter abfragen, Kalendertermine anlegen, Notizen durchsuchen, Kurzbefehle auslösen oder das Web über Apples neues KI-gestütztes Suchsystem durchsuchen, das mit Diensten wie Perplexity konkurriert. Die Ergebnisse erscheinen in einer übersichtlichen Textkarte, die aus der Dynamic Island hervorgeht. Wischt man weiter nach unten, öffnet sich ein Chatbot-Gespräch in der neuen Siri-App. Diese Integration von Spotlight und Siri macht die systemweite Suche auf dem iPad deutlich mächtiger.

 

Funktion 3: Kurzbefehle per natürlicher Sprache

Die dritte Neuerung macht die Kurzbefehle-App zugänglicher als je zuvor. Kurzbefehle sind das zentrale Automatisierungswerkzeug auf dem iPad, ihre Erstellung war bisher aber technisch und für viele Nutzer abschreckend.

In iPadOS 27 soll sich das ändern. Statt einen Kurzbefehl mühsam aus einzelnen Bausteinen zusammenzusetzen, genügt es künftig, in eigenen Worten zu beschreiben, was der Kurzbefehl tun soll, per Text oder Sprache. Die App baut daraus dann automatisch den passenden Ablauf, ganz im Stil des sogenannten Vibe Coding. Sie soll dafür sogar völlig neue Aktionen erstellen können, die genau auf den Wunsch des Nutzers zugeschnitten sind. Das senkt die Einstiegshürde für Automatisierung erheblich.

 

Funktion 4: Systemweite Grammatikprüfung

Die vierte Neuerung richtet sich an alle, die auf dem iPad schreiben. Apple hatte mit iPadOS 18 bereits einige KI-gestützte Schreibwerkzeuge eingeführt. iPadOS 27 ergänzt diese um eine systemweite Grammatikprüfung.

Ähnlich wie der bekannte Dienst Grammarly prüft das iPad künftig systemweit die Grammatik. Laut Mark Gurman erscheint die Funktion in einem durchscheinenden Menü, das vom unteren Bildschirmrand hochgleitet und den Originaltext neben den vorgeschlagenen Korrekturen anzeigt. Nutzer können einzelne Vorschläge annehmen, alle Änderungen übernehmen oder sie ignorieren. Zusätzlich gibt es Bedienelemente, um die Prüfung zu pausieren und zwischen den markierten Textstellen zu navigieren. Für Studierende und Berufstätige, die auf dem iPad Texte schreiben, kann dieses Werkzeug sehr nützlich sein.

 

Die vier neuen iPad-Funktionen im Überblick

Funktion Was sie macht Nutzen
Organize Tabs in Safari Sortiert offene Tabs automatisch nach Themen Ordnung bei vielen Tabs
Spotlight mit Siri Suche und Siri-Fragen in einer Oberfläche Mächtigere systemweite Suche
Kurzbefehle per Sprache Erstellt Abläufe aus natürlicher Beschreibung Automatisierung für alle
Grammatikprüfung Prüft Texte systemweit auf Grammatik Bessere Texte beim Schreiben

 

Teil eines größeren iPadOS-27-Updates

Diese vier Funktionen sind nur die auffälligsten Neuerungen. iPadOS 27 bringt darüber hinaus die neue, KI-gestützte Siri als eigenständige App, eine verfeinerte Liquid-Glass-Oberfläche und kleinere Design-Anpassungen in Apps wie Find My und Wetter. Auch das Bildwerkzeug Image Playground wird überarbeitet und bekommt eine Option, gezielte Änderungen an Bildern per Beschreibung vorzunehmen.

Der rote Faden ist klar: Apple integriert künstliche Intelligenz tiefer in die alltäglichen iPad-Apps und macht das Tablet damit produktiver. iPadOS 27 ist damit eines der funktionsreichsten iPad-Updates der letzten Jahre.

 

Welche iPads die neuen Funktionen bekommen

Wichtig ist die Einordnung zur Kompatibilität. Die meisten der vier Funktionen setzen auf Apple Intelligence, das ein iPad mit M1-Chip oder neuer voraussetzt, beim iPad mini auch den A17-Pro-Chip. Wer ein älteres iPad besitzt, bekommt iPadOS 27 voraussichtlich trotzdem, aber nicht zwingend alle KI-Funktionen.

Konkret profitieren also iPad Pro mit M-Chip, iPad Air ab M1, das iPad mini 7 und neuere Modelle von der vollen Funktionspalette. Welche iPads iPadOS 27 grundsätzlich erhalten und welche herausfallen, haben wir in einem eigenen Beitrag zur Gerätekompatibilität ausführlich beleuchtet.

 

Die ehrliche Einordnung

Alle vier Funktionen beruhen auf Berichten und sind noch nicht offiziell. Apple bestätigt sie voraussichtlich auf der WWDC am 8. Juni. Die Quellenlage ist mit Bloomberg-Reporter Mark Gurman aber belastbar, und mehrere Funktionen wurden zusätzlich durch Code-Funde gestützt.

Ein wichtiger Vorbehalt betrifft die Verfügbarkeit der KI-Funktionen. Nach aktuellen Berichten könnte Apple einige der neuen Siri-Funktionen zunächst nur über eine Warteliste anbieten, bevor sie für alle ausgerollt werden. Es ist also möglich, dass nicht alle Funktionen sofort mit dem Release im September für jeden verfügbar sind. Wie überzeugend die KI-Funktionen im Alltag wirklich sind, wird sich zudem erst in der Praxis zeigen.

 

Vier Alltagsszenarien: Wer profitiert wie?

Szenario 1: Die Studentin
Sie schreibt Hausarbeiten und Referate auf dem iPad und recherchiert dafür viel im Netz. Für sie sind gleich drei der vier Funktionen ein Gewinn. Organize Tabs hält ihre Recherche-Tabs sortiert, die neue Grammatikprüfung verbessert ihre Texte direkt beim Schreiben, und die überarbeitete Spotlight-Suche findet schneller Dateien und Notizen. Das iPad wird so zum noch besseren Arbeitsgerät fürs Studium.

 

Szenario 2: Der Vielnutzer mit vielen Tabs
Er hat ständig zwanzig Tabs offen und verliert leicht den Überblick. Für ihn ist Organize Tabs in Safari die wichtigste Neuerung. Die automatische Gruppierung nach Themen bringt Ordnung in sein Browser-Chaos, ohne dass er manuell sortieren muss. Kombiniert mit der mächtigeren Spotlight-Suche findet er Inhalte deutlich schneller wieder.

 

Szenario 3: Der Automatisierer
Er liebt es, wiederkehrende Abläufe per Kurzbefehl zu automatisieren, scheute aber bisher den technischen Aufwand. Für ihn ist die Erstellung von Kurzbefehlen per natürlicher Sprache ideal. Er beschreibt einfach, was der Kurzbefehl tun soll, und die App baut ihn. Das eröffnet ihm Automatisierungen, für die er früher viel Zeit gebraucht hätte.

 

Szenario 4: Die kreative Gelegenheitsnutzerin
Sie nutzt ihr iPad vor allem zum Zeichnen, Lesen und für Notizen und ist technisch nicht besonders versiert. Für sie sind die neuen Funktionen vor allem deshalb wertvoll, weil sie ohne Einarbeitung funktionieren. Die Grammatikprüfung hilft bei Notizen und Nachrichten, und das überarbeitete Image Playground macht das kreative Arbeiten leichter. Sie profitiert, ohne sich mit Technik beschäftigen zu müssen.

 

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Fazit

iPadOS 27 macht das iPad mit vier konkreten Neuerungen spürbar produktiver. Die automatische Tab-Gruppierung in Safari schafft Ordnung, die mit Siri verschmolzene Spotlight-Suche wird zur mächtigen Schaltzentrale, die Kurzbefehle lassen sich per natürlicher Sprache erstellen, und die systemweite Grammatikprüfung verbessert jeden Text. Die meisten Funktionen setzen Apple Intelligence und damit ein iPad mit M1-Chip oder neuer voraus. Wenn Sie ein aktuelles iPad besitzen und es viel zum Arbeiten oder Schreiben nutzen, bringt iPadOS 27 echten Mehrwert. Wenn Sie ein älteres iPad haben, bekommen Sie das Update voraussichtlich trotzdem, aber nicht alle KI-Funktionen. Bestätigt werden alle Neuerungen auf der WWDC-Keynote am 8. Juni.

 

FAQ

 

Wann erscheint iPadOS 27?
Apple stellt iPadOS 27 am 8. Juni 2026 auf der WWDC vor. Die Developer Beta erscheint direkt nach der Keynote, die Public Beta folgt im Juli. Der finale Release ist für September 2026 geplant.

Was sind die wichtigsten neuen Funktionen in iPadOS 27?
Vier Funktionen stechen heraus: die automatische Tab-Gruppierung Organize Tabs in Safari, eine mit Siri verschmolzene Spotlight-Suche, das Erstellen von Kurzbefehlen per natürlicher Sprache und eine systemweite Grammatikprüfung im Stil von Grammarly.

Brauche ich für die neuen Funktionen ein bestimmtes iPad?
Die meisten Funktionen setzen Apple Intelligence voraus, also ein iPad mit M1-Chip oder neuer, beim iPad mini den A17-Pro-Chip. Ältere iPads bekommen iPadOS 27 voraussichtlich trotzdem, aber nicht zwingend alle KI-gestützten Funktionen.

Was macht die Organize-Tabs-Funktion in Safari?
Sie sortiert offene Tabs auf Wunsch automatisch in thematische Gruppen, etwa Recherche, Einkauf und Arbeit getrennt. Die Funktion ist optional und KI-gestützt. Wer seine Tabs lieber selbst ordnet, kann die automatische Gruppierung abschalten.

Wie funktioniert die neue Grammatikprüfung?
Sie prüft Texte systemweit auf Grammatik, ähnlich wie Grammarly. In einem durchscheinenden Menü am unteren Bildschirmrand zeigt das iPad den Originaltext neben den Korrekturvorschlägen. Nutzer können einzelne Vorschläge annehmen, alle übernehmen oder ignorieren.

Sind diese Funktionen offiziell bestätigt?
Nein, sie beruhen auf Berichten von Bloomberg-Reporter Mark Gurman und 9to5Mac sowie auf Code-Funden. Die Quellenlage gilt als belastbar, offiziell bestätigt Apple die Funktionen aber erst auf der WWDC-Keynote am 8. Juni 2026.

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