iPhone Fold: Was wir bisher wissen
Das iPhone Fold kommt. Nicht als Gerücht, nicht als vage Spekulation, sondern als konkretes Produkt mit bekanntem Design, bekannten Spezifikationen und einem klaren Zeitfenster. Mark Gurman von Bloomberg, die verlässlichste Quelle für Apple-Interna, nennt es die bedeutendste Überarbeitung in der Geschichte des iPhones. Was wir bisher wissen, ist bemerkenswert konkret.
Design: Buch-Stil, kein Clamshell
Apple hat sich nach internen Tests für ein Book-Style-Design entschieden, also ein Gerät, das sich wie ein Buch aufklappt und breiter als hoch ist. Damit folgt Apple dem Formfaktor von Samsungs Galaxy Z Fold, nicht dem Clamshell-Stil des Galaxy Z Flip. Ein Flip-Modell wurde intern evaluiert, aber verworfen, weil es nach Einschätzung Apples keine überzeugenden neuen Anwendungsfälle gegenüber einem normalen iPhone bot.
Das Ergebnis ist ein Gerät, das zwei Displays vereint: ein äußeres Display von 5,49 Zoll für die geschlossene Nutzung und ein inneres, flexibles OLED-Display von 7,76 Zoll im aufgeklappten Zustand. Das Innendisplay hat eine Auflösung von 2.713 x 1.920 Pixeln und ein 4:3-Seitenverhältnis wie ein iPad. Aufgeklappt hat das iPhone Fold damit die Größe eines iPad mini.
Die Dicke: 9 mm im geschlossenen Zustand, 4,55 mm aufgeklappt. Das wäre dünner als jedes aktuelle iPhone im aufgeklappten Zustand. Das Gehäuse soll aus einer Kombination aus Titan und Aluminium bestehen, Titan für tragende Strukturen, Aluminium für Wärmeabgabe und Gewichtsreduzierung.
Das Knickproblem: Apple soll es gelöst haben
Der sichtbare Knick im Display ist das größte Problem aller bisherigen Foldables auf dem Markt. Samsung, Google und andere haben ihn über Jahre hinweg reduziert, aber nie vollständig eliminiert. Apple soll laut mehreren unabhängigen Berichten eine neue Materiallösung entwickelt haben, die den Knick nahezu unsichtbar macht. Das Unternehmen hat diese Lösung laut Insidern ohne Rücksicht auf Kosten verfolgt. Ob das gelingt, wird erst das fertige Produkt zeigen.
Touch ID statt Face ID
Das iPhone Fold wird kein Face ID haben. Die extrem dünne Bauform im aufgeklappten Zustand lässt keinen Platz für das Face-ID-Modul. Stattdessen setzt Apple auf Touch ID im Seitenknopf, wie es bereits beim iPad Air und iPad mini eingesetzt wird. Es wird zwei Front-Kameras geben: eine für den geschlossenen Zustand am äußeren Display und eine für den aufgeklappten Zustand am inneren Display. Hinzu kommen zwei Rückkameras, vermutlich Weitwinkel und Ultraweitwinkel.
Chip, Speicher und Konnektivität
Wenn das iPhone Fold wie erwartet im Herbst 2026 erscheint, wird es mit dem A20-Pro-Chip ausgestattet sein, demselben Prozessor, der auch im iPhone 18 Pro und Pro Max verbaut wird. Apples eigener C2-Modem übernimmt die Mobilfunkkonnektivität. Das Gerät wird ausschließlich eSIM unterstützen, kein physischer SIM-Kartenslot. Speicheroptionen sollen 256 GB, 512 GB und 1 TB umfassen.
Eine interessante technische Entscheidung: Das Mainboard soll auf der rechten Seite des Geräts positioniert sein, alle Tasten ebenfalls rechts. Das gibt der linken Innenseite Platz für zusätzliche Akkuzellen. Ob das iPhone Fold trotz der dünnen Bauform eine konkurrenzfähige Akkulaufzeit erreicht, ist einer der offenen Punkte.
Software: iOS 27 für das Fold optimiert
iOS 27, das Apple auf der WWDC am 8. Juni 2026 vorstellen wird, ist laut Gurman gezielt für das iPhone Fold mitentwickelt worden. Das Betriebssystem bringt iPad-typische Layouts auf das Fold: zwei Apps nebeneinander, erweitertes Multitasking, eine überarbeitete Split-View-Funktion. Das ist der eigentliche Kernvorteil eines Foldables gegenüber einem normalen iPhone, und Apple hat das offenbar von Anfang an als Differenzierungsmerkmal einkalkuliert.
Die neue Siri, intern als Campos bekannt, wird ebenfalls Teil von iOS 27 sein und auf dem Fold erstmals vollständig zur Geltung kommen, weil das größere Display komplexere Aufgaben und Antworten besser darstellen kann.
Preis: Ab etwa 2.000 Euro
Das iPhone Fold wird das teuerste iPhone sein, das Apple je verkauft hat. Analyst Ming-Chi Kuo schätzt den Einstiegspreis auf 2.000 bis 2.500 US-Dollar, Mark Gurman nennt einen ähnlichen Bereich. UBS-Analysten gehen von 1.800 bis 2.000 US-Dollar aus. Der europäische Preis dürfte erfahrungsgemäß noch darüber liegen. Zum Vergleich: Das iPhone 17 Pro Max startet aktuell bei 1.449 Euro.
Apple positioniert das Fold damit als Ultra-Klasse-Gerät, also als Premiumprodukt, das über den Pro-Modellen steht und eine neue Käufergruppe ansprechen soll. Ob sich der Preis für die meisten Nutzer rechtfertigt, ist eine andere Frage.
Zeitplan: September-Ankündigung, Auslieferung später
Das iPhone Fold wird voraussichtlich im September 2026 zusammen mit dem iPhone 18 Pro und Pro Max vorgestellt. Die Auslieferung an Kunden könnte jedoch erst im Dezember 2026 oder sogar Anfang 2027 beginnen. Gurman betont, dass Foldables zu den technisch komplexesten Produkten auf dem Markt gehören und Apple bei der Einführung einer vollständig neuen Formkategorie traditionell etwas mehr Zeit für die Auslieferung lässt. Das iPhone X wurde 2017 ebenfalls angekündigt und erst Wochen später ausgeliefert.
Interessant ist auch, was das für das restliche iPhone-18-Lineup bedeutet. Berichten zufolge könnte Apple das Standard-iPhone 18 auf Frühjahr 2027 verschieben, um Ressourcen und Aufmerksamkeit auf das Fold und die Pro-Modelle zu konzentrieren.
Was bleibt offen
| Frage | Status |
|---|---|
| Offizieller Name | Unbekannt. „iPhone Fold" ist ein Arbeitstitel aus der Gerüchteküche |
| Exakter Preis | Schätzungen zwischen 1.800 und 2.500 US-Dollar |
| Akkulaufzeit | Keine konkreten Angaben bekannt |
| Farben | Noch nicht bekannt |
| Knick vollständig eliminiert | Berichte sagen fast unsichtbar, Bestätigung steht aus |
| Auslieferungsdatum | September bis Dezember 2026 |
Fazit
Das iPhone Fold ist kein Gerücht mehr. Es ist ein Produkt mit konkretem Design, klaren Spezifikationen und einem verlässlichen Zeitfenster. Was Apple bisher noch nicht gezeigt hat, sind Preis, Name und die tatsächliche Qualität des knickfreien Displays. Wenn Sie ein iPhone 17 Pro oder ein älteres Modell haben und überlegen, ob Sie auf das Fold warten sollten: Der Zeitraum bis zur Auslieferung beträgt realistisch sechs bis neun Monate. Wenn Ihr aktuelles Gerät noch zuverlässig läuft, lohnt das Warten. Wenn Sie jetzt ein neues iPhone brauchen, ist das iPhone 17 Pro mit einem passenden WildTech-Sleeve die solide Entscheidung für die nächsten Jahre.
FAQ
Wann erscheint das iPhone Fold?
Die Ankündigung wird für September 2026 erwartet, zusammen mit dem iPhone 18 Pro und Pro Max. Die Auslieferung könnte sich bis Dezember 2026 oder Anfang 2027 verzögern.
Wie groß ist das iPhone Fold?
Das äußere Display misst 5,49 Zoll, das innere aufgeklappte Display 7,76 Zoll mit einer Auflösung von 2.713 x 1.920 Pixeln. Aufgeklappt hat es damit die Größe eines iPad mini.
Was kostet das iPhone Fold?
Analysten schätzen den Einstiegspreis auf 1.800 bis 2.500 US-Dollar. Der europäische Preis dürfte darüber liegen. Es wird das teuerste iPhone sein, das Apple je verkauft hat.
Hat das iPhone Fold Face ID?
Nein. Die dünne Bauform lässt keinen Platz für das Face-ID-Modul. Stattdessen wird Touch ID im Seitenknopf verbaut, wie beim iPad Air und iPad mini.
Welchen Chip hat das iPhone Fold?
Wenn der Zeitplan hält, wird das iPhone Fold mit dem A20-Pro-Chip ausgestattet sein, demselben Prozessor wie im iPhone 18 Pro und Pro Max.