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iPadiPadOSSoftware — 22 Jul 2026

iPad als zweiter Monitor: Sidecar einrichten

iPad als zweiter Monitor: Sidecar einrichten

Ein iPad als zweiter Monitor für den Mac klingt nach zusätzlicher Hardware, ist aber längst in Ihren Geräten eingebaut. Die Funktion heißt Sidecar, und sie verwandelt Ihr iPad in wenigen Sekunden in eine vollwertige zweite Arbeitsfläche. Wer unterwegs mehr Bildschirmplatz braucht, gewinnt so ohne Kauf eines externen Monitors spürbar Raum für Fenster, Paletten und Dokumente. Wir zeigen Ihnen, welche Geräte Sidecar unterstützen, wie Sie es in unter zwei Minuten einrichten und worauf Sie im Betrieb achten sollten.

Das Beste daran ist, dass Sidecar kostenlos ist und keine App erfordert. Sie brauchen lediglich einen passenden Mac, ein passendes iPad und dieselbe Apple-ID auf beiden Geräten.

 

Was Sidecar kann und was nicht

Mit Sidecar erweitern Sie den Schreibtisch Ihres Mac auf das iPad oder spiegeln den Bildschirm für Präsentationen. Sie ziehen Fenster einfach hinüber, arbeiten mit der gewohnten macOS-Oberfläche und nutzen auf dem iPad zusätzlich den Apple Pencil für präzise Eingaben, etwa in Bildbearbeitung oder Notiz-Apps. Damit wird das iPad faktisch zu einem druckempfindlichen Grafiktablett.

Wichtig ist die Abgrenzung zu einer ähnlichen Funktion. Sidecar macht das iPad zu einem Bildschirm des Mac. Universal Control dagegen lässt beide Geräte eigenständig laufen und teilt sich nur Tastatur und Maus. Wenn Sie also echten zusätzlichen Bildschirmplatz für macOS möchten, ist Sidecar die richtige Wahl.

 

Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein

Sidecar stellt einige Bedingungen an Ihre Geräte, die aber die meisten aktuellen Modelle erfüllen. Entscheidend sind das Betriebssystem, ein gemeinsames Apple-Konto und eine funktionierende Nahverbindung.

Bereich Voraussetzung
Mac macOS Catalina oder neuer, Modell ab 2016
iPad iPadOS 13 oder neuer
Konto Gleiche Apple-ID mit Zwei-Faktor-Authentifizierung
Verbindung (kabellos) WLAN, Bluetooth und Handoff aktiv, Abstand bis 10 Meter
Verbindung (kabelgebunden) iPad per USB-C mit dem Mac verbunden

Ein gemeinsames Apple-Konto ist Pflicht, sonst finden sich die Geräte nicht. Wenn Sie unsicher sind, welches iPad Sie überhaupt besitzen und ob es sich für solche Aufgaben eignet, hilft Ihnen unser Überblick iPad kaufen 2026: Welches Modell lohnt sich? bei der Einordnung.

 

So richten Sie Sidecar in unter zwei Minuten ein

Schritt 1: Stellen Sie sicher, dass Mac und iPad mit demselben Apple-Konto angemeldet sind und beide WLAN sowie Bluetooth aktiviert haben. Legen Sie das iPad in Reichweite neben den Mac.

Schritt 2: Öffnen Sie auf dem Mac das Apple-Menü, dann Systemeinstellungen, dann Displays. Klicken Sie dort auf das Aufklappmenü und wählen Sie Ihr iPad aus. Alternativ nutzen Sie das Kontrollzentrum in der Menüleiste, dort den Punkt Bildschirmsynchronisation, und wählen anschließend das iPad.

Schritt 3: Legen Sie über die Option Verwenden als fest, ob das iPad Ihren Bildschirm erweitern, spiegeln oder als Hauptbildschirm dienen soll. Für mehr Arbeitsfläche wählen Sie Erweitern.

Nach diesen drei Schritten erscheint der macOS-Schreibtisch auf dem iPad, und Sie können Fenster hinüberziehen. Zum Beenden klappen Sie das Menü im Kontrollzentrum erneut auf und trennen die Verbindung, oder Sie tippen auf dem iPad auf das Trennen-Symbol in der Seitenleiste.

 

Kabellos oder per Kabel: was ist besser?

Beide Wege funktionieren zuverlässig, haben aber unterschiedliche Stärken. Kabellos arbeiten Sie flexibler, solange beide Geräte höchstens 10 Meter auseinander liegen und dasselbe WLAN nutzen. Das reicht am Schreibtisch bequem aus und hält Ihren Arbeitsplatz frei von Kabeln.

Die kabelgebundene Verbindung über USB-C bringt zwei Vorteile. Die Übertragung wird noch stabiler, was bei ruckelanfälligen Inhalten wie Videos hilft, und das iPad lädt gleichzeitig. Wenn Sie länger konzentriert arbeiten oder das iPad ohnehin fast leer ist, ist das Kabel die entspanntere Wahl.

 

Die wichtigsten Handgriffe im Betrieb

Sobald Sidecar läuft, blendet das iPad am Rand eine Seitenleiste ein. Darüber erreichen Sie die Tasten Befehl, Umschalt und Wahltaste, was für Tastenkombinationen praktisch ist, wenn keine Tastatur angeschlossen ist. Am unteren Rand liegt eine Leiste mit häufig genutzten Steuerungen.

Besonders wertvoll ist der Apple Pencil. In Programmen für Bildbearbeitung, Illustration oder Notizen zeichnen Sie damit direkt auf dem iPad, während die Werkzeugpaletten auf dem Mac-Bildschirm bleiben. Welcher Stift zu Ihrem iPad passt, klärt unser Ratgeber Welcher Apple Pencil passt zu welchem iPad? im Detail.

 

Vier typische Situationen aus dem Alltag

Wie stark Sidecar Ihren Arbeitstag verändert, hängt davon ab, wie Sie arbeiten. Vier Beispiele zeigen den Nutzen.

Nina, 31, arbeitet als Grafikerin und legt ihre Werkzeugpaletten auf den Mac, während sie auf dem iPad mit dem Apple Pencil zeichnet. Für sie ersetzt Sidecar ein teures Grafiktablett.

Tobias, 44, sitzt im Homeoffice und braucht neben dem MacBook eine zweite Fläche für umfangreiche Tabellen. Er erweitert den Bildschirm einfach auf das iPad und spart sich den Kauf eines Monitors.

Carla, 26, studiert und arbeitet oft im Café. Auf dem iPad liegt das PDF mit den Vorlesungsunterlagen, auf dem MacBook schreibt sie ihre Hausarbeit, beides ohne zusätzliches Gerät im Rucksack.

Jörg, 52, ist viel unterwegs und verlängert im Hotel oder im Zug den kleinen MacBook-Bildschirm kabellos um das iPad. So bleibt er auch ohne festen Arbeitsplatz produktiv.

 

Wenn Sidecar nicht funktioniert

Falls das iPad nicht in der Auswahl erscheint, liegt es fast immer an einer der Grundvoraussetzungen. Prüfen Sie zuerst, ob beide Geräte mit demselben Apple-Konto und aktiver Zwei-Faktor-Authentifizierung angemeldet sind. Kontrollieren Sie anschließend, ob WLAN und Bluetooth auf beiden Seiten eingeschaltet sind und der Abstand unter 10 Metern liegt.

Hilft das nicht, schaltet ein kurzer Neustart beider Geräte erfahrungsgemäß die meisten Verbindungsprobleme aus. Als sichere Alternative verbinden Sie das iPad per USB-C-Kabel, dann entfällt die Funkverbindung als Fehlerquelle vollständig.

 

Wer iPad und Mac gemeinsam nutzt, transportiert beide Geräte meist im selben Rucksack, und genau dort entstehen Kratzer. Bei WildTech finden Sie handgefertigte Sleeves aus echtem Wollfilz, präzise für Ihr Modell gefertigt, sowohl für das iPad in der Kategorie iPad Sleeves als auch passend dazu für Ihr MacBook.

 

 

 

Fazit

Sidecar ist eine der nützlichsten Funktionen im Apple-Ökosystem, weil sie aus zwei vorhandenen Geräten ein besseres Werkzeug macht. Wenn Sie unterwegs mehr Bildschirmfläche brauchen, dann erweitern Sie den Mac kabellos auf das iPad. Wenn Sie kreativ mit dem Apple Pencil arbeiten, dann nutzen Sie das iPad als druckempfindliche Zeichenfläche. Und wenn die Funkverbindung einmal zickt, dann greifen Sie zum USB-C-Kabel und haben Ruhe. In jedem Fall sparen Sie sich die Anschaffung eines externen Monitors.

 

Häufige Fragen zu Sidecar

Welche iPads unterstützen Sidecar?
Grundsätzlich alle iPads mit iPadOS 13 oder neuer in Kombination mit einem Mac ab Baujahr 2016 unter macOS Catalina oder neuer. Damit funktioniert Sidecar auf nahezu allen aktuellen Modellen.

Brauche ich für Sidecar ein Kabel?
Nein. Sidecar arbeitet kabellos, wenn beide Geräte im selben WLAN sind, Bluetooth aktiv ist und der Abstand höchstens 10 Meter beträgt. Ein USB-C-Kabel sorgt zusätzlich für mehr Stabilität und lädt das iPad.

Kann ich den Apple Pencil mit Sidecar nutzen?
Ja. Auf der iPad-Fläche zeichnen Sie mit dem Apple Pencil, was besonders in Bildbearbeitung und Notiz-Apps hilfreich ist. Eine Berührung mit dem Finger ersetzt den Stift dabei nicht in jeder App.

Was ist der Unterschied zwischen Sidecar und Universal Control?
Sidecar macht das iPad zu einem Bildschirm des Mac. Universal Control lässt beide Geräte eigenständig laufen und teilt nur Tastatur und Maus.

Kostet Sidecar etwas?
Nein. Sidecar ist Teil von macOS und iPadOS und erfordert keine zusätzliche App und keine Gebühr.

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