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iPhone — 21 Jul 2026

iPhone verkaufen oder in Zahlung geben?

iPhone verkaufen oder in Zahlung geben?

Wer sein iPhone verkaufen möchte, steht 2026 vor drei sehr unterschiedlichen Wegen. Apple Trade In ist der bequemste. Der Privatverkauf bringt am meisten Geld. Ankaufportale liegen dazwischen. Der Unterschied zwischen dem besten und dem schlechtesten Weg beträgt bei einem aktuellen Pro-Modell schnell 200 Euro und mehr. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, welcher Weg zu welchem Gerät passt, wie viel Apple in Deutschland aktuell zahlt und warum der Zeitpunkt vor dem September-Event eine größere Rolle spielt als der Zustand Ihres Geräts.

 

Warum der Zeitpunkt über den Preis entscheidet

Der Wertverlust eines iPhones verläuft nicht gleichmäßig. Er folgt Apples Produktkalender. Solange ein Modell noch im offiziellen Sortiment steht, hält sich der Gebrauchtpreis erstaunlich stabil. Sobald Apple die Nachfolger vorstellt, rutscht die gesamte Vorgängergeneration innerhalb weniger Wochen nach unten.

Für 2026 heißt das konkret: Das Herbst-Event mit iPhone 18 Pro, iPhone 18 Pro Max und dem faltbaren iPhone Ultra wird für Anfang bis Mitte September erwartet. Wer sein aktuelles Gerät noch im Juli oder August abgibt, verkauft in einen Markt hinein, der die neuen Modelle noch nicht kennt. Wer bis Oktober wartet, verkauft gegen frische Konkurrenz.

Aus eigener Beobachtung über mehrere Produktzyklen hinweg: Die Wochen zwischen Ende Juli und der Keynote sind das schmale Zeitfenster, in dem Ankäufer bereits Ware für das Weihnachtsgeschäft einkaufen, die Preise aber noch nicht korrigiert wurden. Das ist kein Geheimtipp, sondern schlicht Angebot und Nachfrage.

 

Apple Trade In: bequem, aber selten der Höchstpreis

Apple Trade In läuft in Deutschland über den Partner Likewize. Sie geben Modell, Speicher und Zustand an, erhalten eine Schätzung und schicken das Gerät ein. Alternativ geben Sie es direkt im Apple Store ab, dort prüft ein Mitarbeiter das Gerät vor Ort.

Der Ablauf ist unkompliziert. Apple nennt für den Online-Weg üblicherweise zwei bis drei Wochen bis zur Gutschrift. Das eingetauschte Gerät muss innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt des neuen Geräts bei Apple eintreffen, sonst verfällt die Schätzung. Die Gutschrift wird entweder direkt mit dem Kaufpreis verrechnet, auf eine Apple Gift Card gebucht oder per Überweisung ausgezahlt.

Wichtig zu wissen: Apple nennt für Macs, iPads und Apple Watch keine Werte pro Generation, sondern nur pauschale Obergrenzen pro Produktlinie. Bei iPhones ist die Aufschlüsselung feiner. Die folgenden Werte stammen aus einer Auswertung der deutschen Apple-Seite von Ende Mai 2026. Apple hat die Sätze am 3. Juli 2026 erneut angepasst, die Größenordnung stimmt weiterhin.

Gerät Maximaler Eintauschwert Veränderung zuletzt
iPhone 16 Pro Max 700 € +20 €
iPhone 16 Pro 685 € +5 €
iPhone 16 Plus 530 € +15 €
iPhone 16 510 € -5 €
iPad Pro 725 € +10 €
iPad Air 570 € -10 €
MacBook Pro 815 € +120 €
MacBook Air 405 € 0 €
Apple Watch Ultra 2 280 € 0 €
Apple Watch Series 10 160 € -5 €

Zwei Details aus dieser Tabelle sind aufschlussreich. Erstens der Sprung beim MacBook Pro um 120 Euro nach oben. Das deutet darauf hin, dass Apple die neueren M5-Generationen in die pauschale Obergrenze einrechnet. Zweitens der Absturz des iMac Pro von 480 auf 190 Euro. Mit macOS 27 endet die Unterstützung für Intel-Macs vollständig, und der Markt preist das bereits ein.

 

Privatverkauf: der höchste Erlös, der höchste Aufwand

Beim Verkauf an eine Privatperson entfällt die Marge des Zwischenhändlers. Genau diese Marge ist der Grund, warum Ankaufportale und Apple weniger zahlen als der freie Markt. Sie müssen das Gerät prüfen, aufbereiten, garantieren und weiterverkaufen.

Der Aufschlag beim Privatverkauf ist real, aber er ist Arbeit. Sie schreiben eine ehrliche Anzeige, fotografieren das Gerät bei Tageslicht, beantworten Nachfragen und vereinbaren eine Übergabe. Rechnen Sie mit zwei bis fünf Stunden über mehrere Tage verteilt.

Rechtlich sollten Sie zwei Punkte kennen. Als Privatverkäufer können Sie die Gewährleistung ausschließen, das muss aber ausdrücklich in der Anzeige und im Übergabeprotokoll stehen. Und Sie dürfen nichts verschweigen, was Sie wissen: ein getauschtes Display von einer freien Werkstatt, ein Wasserschaden in der Vorgeschichte, eine gesperrte Aktivierung. Wer das verschweigt, haftet trotz Ausschluss.

 

Ankaufportale: der pragmatische Mittelweg

Anbieter wie reBuy, Swappie, ZOXS oder Clevertronic arbeiten nach demselben Prinzip. Sie wählen Modell, Speicher und Zustand, erhalten einen Festpreis, schicken das Gerät kostenlos ein und bekommen nach der Prüfung Geld überwiesen.

Der Vorteil gegenüber Apple: Die Auszahlung erfolgt in bar auf Ihr Konto, nicht als Gutschrift auf einen Neukauf. Sie sind also nicht an Apple gebunden. Der Nachteil gegenüber dem Privatverkauf: Der Zustandskatalog ist streng. Was Sie als kleinen Kratzer einordnen, kann der Prüfer als sichtbare Gebrauchsspur werten. Dann kommt ein Nachbesserungsangebot, das oft 15 bis 25 % unter der ersten Schätzung liegt.

Mein Rat aus der Praxis: Holen Sie sich Angebote von mindestens drei Portalen und stufen Sie den Zustand bewusst eine Stufe schlechter ein, als Sie ihn selbst wahrnehmen. Wenn das Angebot dann trotzdem passt, gibt es später keine böse Überraschung.

 

Die drei Wege im direkten Vergleich

Kriterium Apple Trade In Ankaufportal Privatverkauf
Erlös niedrig bis mittel mittel am höchsten
Zeitaufwand sehr gering gering hoch
Dauer bis Geld 2 bis 3 Wochen 5 bis 12 Tage sofort bei Übergabe
Auszahlung Gutschrift, Gift Card oder Überweisung Überweisung bar oder Überweisung
Risiko sehr gering Nachbewertung möglich Betrug, Rückabwicklung
Passt für direkten Wechsel auf ein neues Apple-Gerät Altgeräte ohne Neukauf gepflegte, aktuelle Modelle

 

Vier Situationen aus dem Alltag

Marco, 34, Projektleiter im Maschinenbau, nutzt ein iPhone 16 Pro Max und hat den Vorbestellzeitpunkt für das iPhone 18 Pro Max bereits im Kalender. Er will am Erscheinungstag ein funktionierendes Gerät in der Hand halten und keine Lücke von zwei Wochen ohne Diensthandy. Für ihn ist Apple Trade In die richtige Wahl. Er verzichtet bewusst auf 80 bis 150 Euro Mehrerlös und kauft sich dafür Planungssicherheit. Der Eintauschwert wird direkt mit dem Kaufpreis verrechnet, das Altgerät geht erst raus, wenn das neue da ist.

Sabine, 52, Steuerberaterin, hat ein iPhone 14 in der Schreibtischschublade liegen, seit sie vor einem Jahr gewechselt ist. Sie kauft aktuell nichts Neues und will das Gerät einfach zu Geld machen. Ein Ankaufportal ist hier klar überlegen. Sie bekommt eine Überweisung statt einer Apple-Gutschrift, und der Wertverlust eines ungenutzt liegenden iPhone 14 läuft jeden Monat weiter. Wichtig für sie: Das Gerät sollte vor dem Versand auf mindestens 30 % geladen sein und ordentlich gepolstert verpackt werden.

Jonas, 26, Student der Medieninformatik, besitzt ein iPhone 15 mit zwei deutlich sichtbaren Kratzern auf dem Rückglas. Der Zustand kostet ihn bei jedem Portal eine ganze Preisstufe. Bei Kleinanzeigen kann er die Kratzer offen fotografieren und den Preis selbst setzen. Käufer, die bewusst ein günstiges Gerät mit Gebrauchsspuren suchen, akzeptieren das. Für ihn ist der Privatverkauf mit lokaler Übergabe der beste Weg, weil er die Zeit hat und der Preisunterschied bei beschädigten Geräten am größten ausfällt.

Andrea, 41, führt ein kleines Architekturbüro und hat drei Geräte zu klären: ein iPhone 13, ein iPad Air der vierten Generation und einen iMac aus der Intel-Zeit. Hier lohnt sich die Aufteilung. iPhone und iPad gehen an ein Ankaufportal, weil dort noch reale Beträge fließen. Der Intel-iMac dagegen ist ein Fall für das kostenlose Recycling bei Apple. Mit dem Ende der Intel-Unterstützung in macOS 27 sinkt der Restwert schneller, als sich der Verkaufsaufwand rechnet.

 

Was den Preis wirklich bestimmt

Der Zustand hat den mit Abstand größten Einfluss, und zwar in dieser Reihenfolge: Display, Rückglas, Rahmen, Akkugesundheit. Ein Displaykratzer, den man bei eingeschaltetem Bildschirm sieht, kostet mehr als eine kleine Delle am Rahmen.

Die Akkugesundheit unter Einstellungen, Batterie, Batteriezustand ist die einzige harte Zahl, die Sie vorab kennen. Unter 80 % stufen die meisten Ankäufer automatisch herab. Prüfen Sie den Wert, bevor Sie eine Schätzung abgeben.

Der Originalkarton bringt bei Ankaufportalen meist nichts, beim Privatverkauf dagegen erfahrungsgemäß 10 bis 20 Euro. Käufer verbinden die Verpackung mit einem sorgsam behandelten Gerät. Das ist psychologisch, aber es funktioniert.

Und ein Punkt, den viele unterschätzen: Ein Gerät, das über zwei Jahre in einer Hülle oder einem Sleeve gelebt hat, kommt praktisch ohne sichtbare Spuren aus dem Alltag. Das ist kein Verkaufsargument, sondern schlicht Rechnung. Der Unterschied zwischen der Zustandsstufe "wie neu" und "gut" beträgt bei einem Pro-Modell oft 80 bis 120 Euro.

 

Vorbereitung: die fünf Schritte vor der Abgabe

Bevor das Gerät das Haus verlässt, sollten Sie diese Reihenfolge einhalten. Sie klingt banal, aber jeder Schritt in falscher Reihenfolge kostet Zeit oder Geld.

Schritt Was zu tun ist Warum
1 Backup über iCloud oder Mac erstellen Datenverlust ist nicht rückgängig zu machen
2 Daten auf das neue Gerät übertragen Direktübertragung braucht beide Geräte aktiv
3 Apple Watch entkoppeln sonst bleibt die Uhr an einem gelöschten Konto hängen
4 "Wo ist?" in den iCloud-Einstellungen deaktivieren aktive Aktivierungssperre macht das Gerät wertlos
5 Alle Inhalte und Einstellungen löschen setzt das Gerät sauber zurück, inklusive eSIM-Abfrage

Der vierte Schritt ist der häufigste Fehler. Wird "Wo ist?" nicht deaktiviert, bleibt die Aktivierungssperre bestehen. Ankäufer schicken das Gerät dann kommentarlos zurück oder setzen den Wert auf null. Prüfen Sie nach dem Löschen, ob beim Neustart der Einrichtungsassistent erscheint und nicht die Abfrage nach Ihrer Apple-Account-Kennung.

Wenn Sie parallel auf ein neues Gerät wechseln, hilft Ihnen unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Datenübertragung bei der richtigen Reihenfolge. Und falls Sie überlegen, ob sich der Wechsel überhaupt jetzt lohnt oder ob Sie besser auf die Herbstmodelle warten, ordnet unser Ratgeber iPhone 17 kaufen oder auf iPhone 18 Pro warten die Lage ein.

 

Die andere Seite: gebraucht kaufen statt verkaufen

Der Gebrauchtmarkt funktioniert in beide Richtungen. Wer sein iPhone verkauft, um aufzurüsten, sollte prüfen, ob ein zertifiziert generalüberholtes Gerät den Aufpreis zum Neugerät wert ist. Apple gewährt auf Refurbished-Produkte dieselbe einjährige Herstellergarantie wie auf Neuware, und die Ersparnis liegt je nach Modell im mittleren zweistelligen Prozentbereich der Preisdifferenz.

Unser Ratgeber Apple Refurbished kaufen: Lohnt sich das 2026? geht auf die konkreten Preisstufen und die Unterschiede zwischen Apples eigenem Refurbished Store und Drittanbietern ein. Wer das Verkaufen und das Kaufen zusammen denkt, holt aus beiden Seiten mehr heraus als aus einem isolierten Trade In.

 

Was langfristig den Restwert sichert

Der Restwert entsteht nicht in der Verkaufswoche. Er entsteht über zwei bis vier Jahre Nutzung. Regelmäßige Reinigung, keine Lagerung bei extremer Hitze, ein Ladeverhalten ohne dauerhafte 100-Prozent-Erhaltung und ein zuverlässiger Transportschutz sind die vier Faktoren, die Sie tatsächlich steuern können. Für Notebooks haben wir das im Ratgeber MacBook reinigen und pflegen ausführlich beschrieben, die Prinzipien gelten für iPhone und iPad genauso.

Wir bei WildTech fertigen unsere Sleeves aus echtem Wollfilz in unserer Manufaktur im Siegerland, passgenau für das jeweilige Modell. Der Filz nimmt Stöße auf und verhindert genau die feinen Kratzer an Rahmen und Rückglas, die später eine Zustandsstufe kosten. Eine Übersicht finden Sie in unseren iPhone Sleeves sowie bei den iPad Sleeves und MacBook Sleeves.

 

 

 

Fazit

Wenn Sie ohnehin ein neues Apple-Gerät kaufen und Bequemlichkeit über den letzten Euro stellen, dann ist Apple Trade In die richtige Entscheidung. Wenn Sie ein Altgerät ohne Neukauf zu Geld machen wollen, dann führt der Weg über ein Ankaufportal, idealerweise nach einem Vergleich von drei Anbietern. Wenn Ihr Gerät sichtbare Gebrauchsspuren hat oder Sie den maximalen Erlös brauchen, dann lohnt der Privatverkauf trotz des höheren Aufwands. Und wenn Sie ein Intel-Gerät besitzen, dann verkaufen Sie es jetzt oder geben es zum kostenlosen Recycling, denn mit macOS 27 endet die Unterstützung endgültig.

Unabhängig vom Weg gilt: Der Verkauf vor dem September-Event bringt mehr als der Verkauf danach.

 

Häufige Fragen

Wie viel zahlt Apple aktuell für ein iPhone 16 Pro Max?
Der maximale Eintauschwert lag bei der letzten Auswertung im Bereich von etwa 700 Euro. Apple passt die Sätze mehrmals pro Jahr an, zuletzt Anfang Juli 2026. Der tatsächliche Betrag hängt von Modell, Speicher und geprüftem Zustand ab.

Bekomme ich das Geld bar oder nur als Gutschrift?
Beides ist möglich. Apple verrechnet den Wert wahlweise direkt mit dem Kaufpreis eines neuen Geräts, bucht ihn auf eine Apple Gift Card oder überweist ihn auf Ihr Konto.

Wie lange dauert Apple Trade In?
Apple nennt für den Online-Weg üblicherweise zwei bis drei Wochen. Die Gutschrift selbst braucht danach noch drei bis fünf Tage. Im Apple Store geht es deutlich schneller, weil das Gerät vor Ort geprüft wird.

Was passiert, wenn der Zustand schlechter ist als angegeben?
Sie erhalten ein neues, niedrigeres Angebot. Das können Sie annehmen oder ablehnen. Bei Ablehnung wird der Eintausch storniert und das Gerät zurückgeschickt.

Muss ich beim Privatverkauf eine Rechnung ausstellen?
Nein. Als Privatperson stellen Sie keine Rechnung mit Umsatzsteuer aus. Ein einfaches Übergabeprotokoll mit Datum, Modell, Seriennummer, Preis und dem ausdrücklichen Ausschluss der Gewährleistung ist trotzdem sinnvoll.

Lohnt sich der Verkauf eines Intel-Macs überhaupt noch?
Nur eingeschränkt. Mit macOS 27 fallen alle Intel-Macs aus der Unterstützung. Die Trade-In-Werte sind bereits deutlich gefallen, beim iMac Pro zuletzt von 480 auf 190 Euro. Wer verkaufen will, sollte nicht länger warten.

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