MacBook Pro M5 kaufen oder auf M6 warten?
Bild: Apple
Das MacBook Pro M5 ist seit März 2026 erhältlich. Gleichzeitig steht das bisher größte Redesign in der Geschichte des MacBook Pro bevor: OLED-Display, Touchscreen, Dynamic Island, dünneres Gehäuse, M6-Pro- und M6-Max-Chips. Die Frage, die viele Apple-Nutzer gerade beschäftigt, ist berechtigt: Jetzt kaufen oder warten? Die Antwort hängt weniger vom Budget ab als von der Frage, welches Modell man kaufen möchte.
Was das MacBook Pro M5 heute bietet
Das MacBook Pro M5 ist in drei Varianten erhältlich: das Basismodell mit M5-Chip ab 1.999 Euro, das 14-Zoll-Modell mit M5-Pro-Chip ab 2.499 Euro und das 16-Zoll-Modell mit M5-Pro-Chip ab 2.999 Euro. Alle Modelle nutzen das seit 2021 bekannte Gehäuse mit Mini-LED-Display, MagSafe, bis zu drei Thunderbolt-4-Anschlüssen, HDMI und SD-Kartenslot.
Der M5-Chip ist in der Basisvariante derselbe wie im MacBook Air M5, jedoch mit aktivem Kühlsystem, das Dauerlast ohne Drosselung ermöglicht. Der M5 Pro und M5 Max bringen deutlich mehr Leistung für professionelle Workflows wie 4K-Videoschnitt, 3D-Rendering und maschinelles Lernen. Das aktuelle MacBook Pro ist ein vollständig ausgereiftes Gerät ohne erkennbare Schwächen im Alltag.
Was das MacBook Pro M6 bringen wird
Das MacBook Pro mit M6 ist das erste grundlegende Redesign seit 2021. Mark Gurman von Bloomberg, Ming-Chi Kuo und mehrere Lieferkettenberichte sind sich in den wesentlichen Punkten einig. Die wichtigsten erwarteten Änderungen:
OLED-Display mit Tandem-Technologie wie beim iPad Pro: höhere Helligkeit, perfekte Schwarzwerte, bessere Farbtiefe. Touchscreen für das erste Mal in einem Mac. Dünneres Gehäuse. Dynamic Island statt Notch. M6-Pro- und M6-Max-Chips im 2-Nanometer-Prozess. Mögliche integrierte 5G-Konnektivität über Apples C2-Modem.
Das Redesign wird jedoch ausschließlich für die Pro- und Max-Modelle erscheinen. Das Basismodell mit M6-Chip bekommt das neue Design nicht sofort. Apple wiederholt damit ein bekanntes Muster: Als das aktuelle Design 2021 debütierte, war es zunächst nur mit M1 Pro und M1 Max erhältlich. Das Basismodell folgte erst 2023. Wer heute ein Basismodell kauft und auf das neue Design wartet: Laut 9to5Mac ist realistischerweise 2028 der früheste Zeitpunkt dafür.
Wann erscheint das MacBook Pro M6?
Das OLED-MacBook-Pro mit M6 Pro und M6 Max wird zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 erwartet. Der wahrscheinlichste Zeitpunkt ist Oktober oder November 2026. Das Basismodell mit M6-Chip erscheint laut Gurman noch in diesem Jahr, aber ohne das neue Design und ohne OLED. Es ist ein evolutionäres Update, kein revolutionäres.
Wichtig: Das MacBook Pro M5 Pro und M5 Max wird nach dem Launch des M6-OLED-Modells nicht sofort eingestellt. Apple plant, beide Linien parallel zu verkaufen, weil das neue Modell eine höhere Preisklasse besetzen wird. Wenn Apples bisheriges Muster gilt: Die OLED-Einführung beim iPad Pro hat den Preis um etwa 20 % erhöht. Ein ähnlicher Aufpreis beim MacBook Pro würde bedeuten, dass das neue 14-Zoll-M6-Pro-Modell bei etwa 3.000 Euro starten könnte.
RAM-Knappheit als zusätzlicher Preistreiber
Ein Faktor, der in der Kaufentscheidung oft übersehen wird: die anhaltende Knappheit bei Arbeitsspeicher. Die globale Nachfrage nach RAM für KI-Infrastruktur hat die Speicherpreise unter Druck gesetzt. Apple hat bereits beim MacBook Pro M5 die 512-GB-Einstiegskonfiguration gestrichen und alle Modelle auf 1 TB Basisspeicher angehoben. Tim Cook hat öffentlich auf erhöhten Kostendruck im Bereich Speicherkomponenten hingewiesen.
Beim M6-OLED-Modell kommen zur OLED-Paneltechnik und dem 2-nm-Chip also noch gestiegene Speicherpreise hinzu. Wer heute ein M5-Pro-Modell kauft, sichert sich den aktuellen Preis vor einem möglichen weiteren Anstieg.
Die Entscheidungsmatrix: Kaufen oder warten?
| Profil | Empfehlung | Begründung |
|---|---|---|
| Basismodell-Käufer (bis 2.000 €) | Jetzt kaufen | OLED-Redesign kommt frühestens 2028 zum Basispreis |
| Pro/Max-Käufer mit dringendem Bedarf | Jetzt kaufen | M5 Pro ist vollständig ausgereift, keine Schwächen |
| Pro/Max-Käufer ohne Zeitdruck | Warten | OLED, Touchscreen und Redesign sind substanziell |
| Nutzer mit M3 Pro oder älter | Jetzt kaufen oder warten | M5 Pro ist bereits ein großer Sprung; M6 Pro ist noch größer |
| Nutzer mit M4 Pro | Warten | Zu kurze Zeit zwischen den Generationen |
| Nutzer mit festem Budget unter 2.500 € | Jetzt kaufen | M6 OLED wird deutlich teurer sein |
Vier Alltagsszenarien: Wer sollte wie entscheiden?
Szenario 1: Der Freelance-Videoeditor mit dringendem Bedarf
Er schneidet täglich 4K-Material, sein M2-Pro-MacBook Pro läuft heiß und liefert zu langsame Exports. Er braucht jetzt mehr Leistung. Das MacBook Pro M5 Pro ist für ihn die richtige Entscheidung. Der M5-Pro-Chip ist ein deutlicher Sprung über den M2 Pro, das aktive Kühlsystem hält die Leistung stabil, und das aktuelle Display ist für Farbkorrekturen professionell. Auf das M6-OLED-Modell zu warten bedeutet mindestens sechs bis neun Monate Einschränkung im Alltag.
Szenario 2: Die Grafikdesignerin mit M4-Pro-MacBook-Pro
Ihr Gerät ist ein halbes Jahr alt und läuft einwandfrei. Sie überlegt, ob sie upgraden soll. Die klare Empfehlung: warten. Der M4 Pro ist für Design-Workflows vollständig ausreichend, und das OLED-Display des M6-Pro-Modells würde ihre Farbarbeit direkt verbessern. Ein Upgrade jetzt wäre Geld, das sie in sechs bis neun Monaten für ein substanziell besseres Gerät ausgeben könnte.
Szenario 3: Der Entwickler mit festem Budget von 2.500 Euro
Er will das beste MacBook Pro für sein Budget. Das MacBook Pro M5 Pro startet bei 2.499 Euro. Das kommende M6-Pro-OLED-Modell wird mit hoher Wahrscheinlichkeit deutlich über 3.000 Euro beginnen, und RAM-Knappheit drückt die Preise weiter nach oben. Für sein Budget wird das OLED-Modell schlicht nicht zugänglich sein. Er kauft das M5 Pro jetzt und bekommt ein vollständig ausgereiftes Profigerät zum aktuellen Preis.
Szenario 4: Der kreative Profi, der das erste Apple-Touchscreen-Laptop will
Er ist von der Kombination aus Touchscreen und OLED begeistert und sieht darin einen echten Workflow-Gewinn für seine Arbeit mit digitalen Illustrationen. Er hat kein dringendes Upgrade-Bedürfnis. Für ihn ist das Warten absolut richtig. Das M6-Pro-OLED-Modell ist das erste MacBook Pro, das wirklich neu ist, nicht nur schneller. Sechs bis neun Monate warten ist eine vernünftige Investition in ein Gerät, das er wahrscheinlich fünf Jahre nutzen wird.
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Fazit
MacBook Pro M5 kaufen oder auf M6 warten? Die Antwort ist einfacher als sie klingt. Wenn Sie das Basismodell kaufen möchten oder ein Budget unter 2.500 Euro haben: Kaufen Sie jetzt. Das OLED-Redesign kommt frühestens 2028 zu diesem Preis. Wenn Sie ein Pro- oder Max-Modell im Blick haben, Zeit haben und bereit sind, mehr zu bezahlen: Warten Sie bis Ende 2026. Das Redesign mit OLED, Touchscreen und Dynamic Island ist der größte Sprung seit 2021. Wenn Sie Ihr aktuelles MacBook Pro dringend brauchen und nicht warten können: Das M5 Pro ist ein vollständig ausgereiftes Profigerät ohne erkennbare Schwächen.
FAQ
Wann erscheint das MacBook Pro M6 mit OLED?
Zwischen Ende 2026 und Anfang 2027. Der wahrscheinlichste Zeitpunkt ist Oktober oder November 2026. Das Redesign ist zunächst exklusiv für M6-Pro- und M6-Max-Modelle.
Bekommt das Basismodell MacBook Pro das OLED-Redesign?
Nicht sofort. Das Basismodell mit M6-Chip erscheint noch in 2026, aber ohne OLED-Display und ohne das neue Design. Basierend auf Apples bisherigem Muster ist das neue Design für das Basismodell frühestens 2028 zu erwarten.
Wie viel wird das MacBook Pro M6 mit OLED kosten?
Konkrete Preise sind noch nicht bekannt. Basierend auf früheren Apple-Umstellungen auf OLED und der anhaltenden RAM-Knappheit ist ein Aufpreis von etwa 20 % gegenüber dem aktuellen M5-Pro-Modell realistisch, was einen Einstiegspreis von über 3.000 Euro bedeuten würde.
Lohnt sich das MacBook Pro M5 noch als Kauf?
Ja, besonders das Basismodell und das M5-Pro-Modell für Nutzer mit dringendem Bedarf oder begrenztem Budget. Das M5 Pro ist ein vollständig ausgereiftes Profigerät, das viele Jahre trägt.
Wird das MacBook Pro M5 Pro nach dem M6-Launch eingestellt?
Laut Mark Gurman plant Apple, das M5-Pro- und M5-Max-Modell auch nach dem M6-Launch weiter zu verkaufen, weil das neue OLED-Modell eine höhere Preisklasse besetzen wird.