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iOSiPadOSSoftware — 13 Jun 2026

iOS 27: Siri öffnet sich für Gemini und Claude

iOS 27: Siri öffnet sich für Gemini und Claude

Bild: Apple

Mit iOS 27 öffnet Apple Siri erstmals für andere KI-Anbieter. Auf der WWDC am 8. Juni hat Apple bestätigt, dass sich künftig ein Drittanbieter-Modell wie Anthropic Claude oder OpenAI ChatGPT als Standard-Assistent festlegen lässt. Die Grundlage der neuen Siri AI bildet weiterhin ein maßgeschneidertes Google-Gemini-Modell. Statt Nutzer fest auf ein bestimmtes System festzulegen, gibt Apple die Wahl damit erstmals in die Hand der Nutzer. Was das konkret bedeutet, welche Modelle zur Auswahl stehen und worauf Sie achten sollten, erfahren Sie hier.

 

Was die Extensions-Funktion bedeutet

Die technische Grundlage dieser Öffnung trägt den Namen Extensions. Über dieses System können Nutzer in den Einstellungen festlegen, welcher KI-Dienst als Standard-Assistent für Siri und die Apple-Intelligence-Funktionen arbeitet. Wer die Claude-App von Anthropic oder ChatGPT von OpenAI installiert hat, kann das jeweilige Modell als Standard auswählen.

Das Prinzip ist im Ansatz bereits von der bisherigen ChatGPT-Integration bekannt, in der Siri komplexe Fragen an den Dienst weiterreichte. Mit Extensions wird daraus ein systematisches, ausbaubares Modell für mehrere Anbieter parallel. Wichtig dabei: Die KI-Unternehmen müssen die Unterstützung in ihren Apps selbst aktivieren. Apple setzt damit einen Qualitätsstandard und schließt eine automatische Teilnahme aus.

 

Welche KI-Modelle zur Wahl stehen

Den Kern bildet weiterhin Google Gemini als Standardbasis der neuen Siri. Wer keine Auswahl trifft, nutzt automatisch dieses System. Daneben lassen sich bestätigt Claude und ChatGPT als Standard wählen. Bei weiteren Anbietern hängt es davon ab, ob sie die Funktion in ihren Apps unterstützen.

Dienst Anbieter Status
Gemini Google Standardbasis der neuen Siri
Claude Anthropic Als Standard wählbar
ChatGPT OpenAI Als Standard wählbar, seit iOS 26 integriert
Copilot Microsoft App vorhanden, Teilnahme offen
Grok xAI App vorhanden, Teilnahme offen
Perplexity Perplexity AI App vorhanden, Teilnahme offen

 

Wo die Modellwahl greift

Die Wahl betrifft nicht nur gesprochene Anfragen an Siri. Das gewählte Modell steht über die Apple-Intelligence-Funktionen hinweg bereit, etwa beim Verfassen und Umschreiben von Texten mit den Schreibwerkzeugen oder bei der Bildgenerierung in Image Playground. Wer für längere Texte lieber Claude nutzt, kann das ebenso einstellen wie ein anderes Modell für andere Aufgaben. Die Entscheidung liegt erstmals beim Nutzer und nicht bei Apple.

 

Das Ende der OpenAI-Exklusivität

Seit 2024 war ChatGPT der einzige externe KI-Dienst, der direkt über Siri angesprochen werden konnte. Diese Exklusivität endet mit iOS 27. Laut Bloomberg floss für die ursprüngliche ChatGPT-Integration kein Geld, entscheidend war für Apple damals vor allem der Zeitgewinn im eigenen KI-Rennen. Mit Extensions verabschiedet sich Apple vom Modell des einzelnen Partners. Stattdessen entsteht ein offenes System, in dem mehrere KI-Dienste parallel nebeneinander stehen und über Siri koordiniert werden.

Diese Öffnung hat auch eine juristische Vorgeschichte. Elon Musks xAI hatte Apple und OpenAI wegen der bisherigen Exklusivität verklagt und beiden vorgeworfen, eine marktbeherrschende Stellung im KI-Bereich anzustreben. Musk forderte, dass auch sein Chatbot Grok auf dem iPhone verfügbar sein müsse. Mit dem Extensions-System löst sich diese Frage strukturell.

 

Siri als KI-Plattform: die strategische Dimension

Die Öffnung von Siri ist mehr als eine technische Neuerung. Apple definiert die Rolle seines Betriebssystems neu. Das iPhone wird zur offenen Plattform für konkurrierende KI-Modelle, Siri zur zentralen Oberfläche, über die verschiedene Dienste gesteuert werden. Der Grund liegt auf der Hand: Apples eigene KI-Entwicklung war zuletzt hinter dem Wettbewerb zurückgeblieben. Statt diese Lücke allein zu schließen, geht Apple den pragmatischen Weg und integriert die besten verfügbaren Modelle dort, wo Nutzer sie brauchen.

Für Apple hat das auch eine wirtschaftliche Komponente. KI-Apps, die über den App Store heruntergeladen und genutzt werden, können Abonnements generieren, an denen Apple beteiligt ist. Dass das Unternehmen seine KI-Bemühungen ernst nimmt, zeigt auch die Verpflichtung der früheren Google-Managerin Lilian Rincon als Vice President of Product Marketing for Artificial Intelligence.

 

Apples KI-Philosophie nach John Ternus

Den strategischen Hintergrund hat Apples künftiger CEO John Ternus, der das Amt am 1. September von Tim Cook übernimmt, selbst formuliert. In einem Interview im April 2026 sagte er sinngemäß, Apple denke nie darüber nach, eine bestimmte Technologie zu liefern, sondern stets darüber, wie sich Technologie nutzen lässt, um großartige Produkte und Erlebnisse zu schaffen. Genauso denke man auch über künstliche Intelligenz.

Diese Haltung erklärt das Extensions-System besser als jede technische Beschreibung. Apple will nicht zwingend das stärkste eigene Modell liefern, sondern die besten externen Modelle dort einbinden, wo Nutzer sie tatsächlich brauchen. Marketing-Chef Greg Joswiak ergänzte sinngemäß, idealerweise müssten Nutzer gar nicht wissen, dass eine Funktion KI-gestützt sei. Im Vordergrund stehe ein großartiges Produkt, im Hintergrund das jeweils passende Modell.

 

Was die neue Siri kostet

Die Basisnutzung der neuen Siri AI ist kostenlos und über ein tägliches Gratis-Kontingent möglich, das sich über iCloud+ erweitern lässt. Bei der Nutzung externer Modelle kann hinzukommen, dass die jeweiligen Anbieter über ihre eigenen Apps ein Abonnement verlangen, vergleichbar mit ChatGPT Plus oder Claude Pro. Eine zusätzliche Gebühr allein für die Integration über Extensions ist nach aktuellem Stand nicht vorgesehen.

 

Wichtig für die EU

Ein Punkt ist für Nutzer in Deutschland entscheidend. Die neue Siri AI und die damit verbundenen Funktionen kommen zum Start nicht auf iPhone und iPad in der EU, was Apple mit dem Digital Markets Act begründet. Auf dem Mac, der Apple Watch und der Apple Vision Pro ist die neue Siri in der EU dagegen verfügbar. Was das konkret bedeutet und warum es dazu kommt, lesen Sie in unserem gesonderten Beitrag zur EU-Verfügbarkeit.

 

Apples eigener Umbau läuft weiter

Die Öffnung für Drittanbieter bedeutet nicht, dass Apple die Arbeit am eigenen Assistenten aufgibt. Die grundlegend überarbeitete, Gemini-gestützte Siri und das Extensions-System sind zwei Stränge derselben Strategie. Während die systemnahen Aufgaben wie App-Steuerung, Geräteeinstellungen und persönliche Daten über Apples eigenen Aufbau laufen, können spezialisierte Drittanbieter-Modelle für komplexe oder kreative Anfragen genutzt werden. Die Idee dahinter ist, dass Nutzer je nach Anfrage selbst entscheiden, welches Modell die beste Antwort liefert.

 

Vier Alltagsszenarien: Wer profitiert wie?

Szenario 1: Der KI-Power-User
Er nutzt aktuell ChatGPT, Claude und Gemini parallel und wechselt je nach Aufgabe zwischen den Apps. Für ihn ist iOS 27 ein spürbarer Komfortgewinn. Statt drei Apps separat zu öffnen, kann er sein bevorzugtes Modell als Standard festlegen und direkt aus Siri und den Apple-Intelligence-Funktionen heraus nutzen. Die Wahl liegt bei ihm, die Integration übernimmt Apple.

 

Szenario 2: Die Schreibprofi-Nutzerin
Sie verfasst täglich lange Texte und schätzt Claude für seine Schreibqualität. Mit iOS 27 kann sie Claude als Standard wählen und direkt in den Schreibwerkzeugen nutzen, ohne Texte in eine separate App zu kopieren. Das beschleunigt ihren Arbeitsablauf spürbar.

 

Szenario 3: Der Apple-Traditionalist
Er nutzt nur Apples eigene Funktionen und hat kein Interesse an externen Modellen. Für ihn ändert sich faktisch wenig, denn die Auswahl ist freiwillig. Wer die Standardeinstellung behält, bekommt weiterhin die Gemini-gestützte Siri. Niemand wird gezwungen, ein externes Modell zu nutzen.

 

Szenario 4: Der datenschutzbewusste Nutzer
Für ihn ist die Neuerung zweischneidig. Einerseits entscheidet er selbst, welches Modell seine Anfragen verarbeitet. Andererseits werden bei der Nutzung externer Modelle Anfragen an Drittanbieter gesendet, was eine bewusste Entscheidung erfordert. Wer maximale Kontrolle möchte, bleibt bei den Apple-eigenen Funktionen mit der Verarbeitung über Private Cloud Compute.

 

iPhone und iPad bleiben für jeden Nutzer das primäre Werkzeug, mit oder ohne externe KI. Bei WildTech fertigen wir Sleeves aus echtem Wollfilz für alle aktuellen iPhone- und iPad-Modelle, handgemacht im Siegerland. Zu den iPhone Sleeves bei WildTech.

 

 

 

Fazit

iOS 27 bringt eine grundlegende Neuausrichtung der Apple-KI-Strategie. Wer bisher zwischen ChatGPT, Gemini und Claude wechselt, bekommt die Wahl erstmals direkt im System und kann ein bevorzugtes Modell als Standard festlegen. Gemini bildet dabei die Standardbasis der neuen Siri, wer nichts ändert, nutzt automatisch dieses System. Damit endet die exklusive Anbindung an OpenAI, und Apple positioniert sich stärker als KI-Plattform denn als reiner KI-Hersteller. Wenn Sie verschiedene Modelle gezielt einsetzen möchten, gibt Ihnen iOS 27 die nötige Flexibilität. Wenn Sie Apples eigene Funktionen bevorzugen, können Sie diese unverändert weiternutzen. Für Nutzer in der EU bleibt wichtig, dass die neue Siri auf dem iPhone zum Start nicht verfügbar ist, auf dem Mac dagegen schon.

 

FAQ

 

Was ist die Extensions-Funktion in iOS 27?
Extensions ist ein neues System, mit dem sich ein Drittanbieter-Modell wie Claude oder ChatGPT als Standard-Assistent für Siri und die Apple-Intelligence-Funktionen festlegen lässt. Die kompatible App muss dafür installiert sein, und der Anbieter muss die Funktion unterstützen.

Welche KI-Modelle kann ich in iOS 27 nutzen?
Gemini bildet die Standardbasis der neuen Siri. Bestätigt als Standard wählbar sind zudem Claude und ChatGPT. Ob weitere Dienste wie Copilot, Grok oder Perplexity teilnehmen, hängt von den jeweiligen Entwicklern ab.

Welches Modell ist die Standardbasis von Siri?
Ein maßgeschneidertes Google-Gemini-Modell. Wer keine eigene Auswahl trifft, nutzt automatisch dieses System. Die Verarbeitung läuft über Apples Datenschutzarchitektur mit Private Cloud Compute.

Muss ich für externe KI-Modelle bezahlen?
Eine zusätzliche Gebühr allein für die Integration ist nicht vorgesehen. Die Basisnutzung der Siri AI ist über ein tägliches Gratis-Kontingent kostenlos und über iCloud+ erweiterbar. Einzelne Anbieter können über ihre eigenen Apps ein Abo verlangen, etwa ChatGPT Plus oder Claude Pro.

Bekomme ich diese Funktionen in Deutschland?
Auf dem iPhone und iPad zum Start nicht, da Apple sich auf den Digital Markets Act beruft. Auf dem Mac, der Apple Watch und der Apple Vision Pro ist die neue Siri in der EU dagegen verfügbar.

Endet die Partnerschaft mit OpenAI?
Die exklusive Sonderstellung endet. ChatGPT bleibt als eine von mehreren Optionen verfügbar, ist aber nicht mehr der einzige externe KI-Dienst in Siri.

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