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iOSiPadOSMacOSSoftware — 02 Jun 2026

iOS 27: Neue Siri-App kommt auf den Home Screen

iOS 27: Neue Siri-App kommt auf den Home Screen

Bild: Apple

Mit iOS 27 bekommt Siri eine eigenständige App, die automatisch auf dem Home Screen jedes iPhone erscheint. Das ist mehr als ein Design-Update. Es ist die größte Veränderung, die Siri seit seiner Einführung 2011 erfahren hat. Elf Tage vor der WWDC veröffentlichte Bloomberg-Reporter Mark Gurman erstmals nachgestellte Screenshots, die zeigen, wie die neue Siri konkret aussehen wird: ein dunkles Design im Liquid-Glass-Stil, ein neues "Search or Ask"-Panel in der Dynamic Island und reichhaltige Ergebniskarten. Apple wird iOS 27 auf der WWDC am 8. Juni 2026 vorstellen, der finale Release ist für September 2026 geplant. Was bisher aus zuverlässigen Quellen bekannt ist, macht deutlich: iOS 27 ist das Update, auf das Apple-Nutzer seit zwei Jahren warten.

 

Warum eine eigenständige Siri-App?

KI-Chatbot-Apps gehören zu den meistgenutzten Anwendungen im App Store. ChatGPT, Gemini, Claude und Perplexity dominieren die Top-Charts. Apple hat das registriert. Mit iOS 27 bekommt jeder iPhone-Nutzer automatisch eine eigene Siri-App auf dem Home Screen, ohne Download, ohne Einrichtung. Die App ist von Anfang an da.

Der strategische Grund ist klar: Apple kann nicht länger dabei zusehen, wie Milliarden von iPhone-Nutzern für Konversationen mit KI zu Drittanbieter-Apps wechseln. Die Siri-App soll die Funktionen von ChatGPT, Gemini und Claude in einem Apple-eigenen, datenschutzfokussierten Paket vereinen, tief integriert in das iPhone-Ökosystem.

 

Das Fundament: Google Gemini als neue Basis

Bevor die Features der Siri-App Sinn ergeben, braucht es den wichtigsten Hintergrundfakt: Am 12. Januar 2026 gaben Apple und Google eine mehrjährige Zusammenarbeit bekannt. Die nächste Generation von Apples KI-Modellen basiert auf Googles Gemini-Technologie. Das bedeutet: Siri in iOS 27 läuft auf einem maßgeschneiderten Gemini-Modell, das laut Mark Gurman von Bloomberg mit Gemini 3 vergleichbar und deutlich leistungsfähiger als bisherige Apple-eigene Modelle ist. Berichten zufolge zahlt Apple für dieses Modell mit rund 1,2 Billionen Parametern etwa eine Milliarde Dollar pro Jahr.

Wichtig für datenschutzbewusste Nutzer: Die Verarbeitung erfolgt über Apples Private Cloud Compute-Infrastruktur. Google hat keinen Zugriff auf persönliche Nutzerdaten. Apple hat explizit bestätigt, dass die Datenschutzstandards auch mit der Google-Partnerschaft aufrechterhalten werden. Das ist architektonisch anders als bei Google Gemini direkt: Apples Private Cloud fungiert als Schutzschicht zwischen dem Gemini-Modell und den persönlichen Daten des Nutzers.

 

So sieht die neue Siri aus: Die Screenshots von Ende Mai

Ende Mai 2026 veröffentlichte Mark Gurman die ersten detaillierten, nachgestellten Darstellungen der neuen Siri. Sie zeigen zwei Erscheinungsformen. Erstens die eigenständige App, die ChatGPT, Gemini und Claude optisch stark ähnelt. Zweitens ein neues "Search or Ask"-Panel, das mit der Dynamic Island verknüpft ist.

Das gesamte Interface nutzt ein dunkles Farbschema, das zur offiziellen WWDC-Tagline "All systems glow" passt. Diese Tagline spielt direkt auf das leuchtende, allgegenwärtige neue Siri-Interface an. Wenn Nutzer nach Informationen fragen, zeigt Siri reichhaltige Ergebniskarten an, etwa für Personen, Orte und Nachrichten. Ähnliche Karten erscheinen für Wettervorhersagen und Sportergebnisse sowie für Ergebnisse aus den eigenen Daten des Nutzers, darunter Notizen, Nachrichten, E-Mails, Kontakte, Kalendertermine und Erinnerungen.

Wichtig zur Einordnung: Apple testet noch verschiedene interne Designs und könnte Details bis zur WWDC ändern. Die Screenshots geben die aktuelle Testversion wieder, nicht zwingend das finale Produkt.

 

Alle bekannten Features der neuen Siri-App

Mark Gurman von Bloomberg hat die detailliertesten Einblicke in die aktuelle Testversion der Siri-App geliefert. Hier sind alle bisher bestätigten Features:

Die App funktioniert wie eine Konversations-App im Stil von iMessage. Das Haupt-Interface zeigt vergangene Unterhaltungen entweder als Liste oder in einer Rasteransicht aus abgerundeten Rechtecken mit Textvorschauen. Nutzer können bevorzugte Chats anpinnen, ältere Konversationen speichern und durchsuchen sowie neue Chats über einen Plus-Button starten. Die Konversationsansicht zeigt Chat-Bubbles und ein Texteingabefeld, genau wie in der Nachrichten-App. Es gibt einen Schalter zum Wechsel zwischen Text- und Sprachmodus. Dokumente und Fotos lassen sich direkt in die Unterhaltung hochladen und von Siri analysieren. Vorgeschlagene Prompts helfen beim Einstieg in neue Unterhaltungen, basierend auf früherer Nutzung. Alle Konversationen werden über iCloud geräteübergreifend synchronisiert, die App steht für iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 bereit. Über die Notizen-App kann Siri Inhalte aus Chats direkt sichern.

 

Siri im Dynamic Island und systemweite Integration

Die Siri-App ist nur ein Teil des Umbaus. Apple testet eine Version, bei der Siri direkt in der Dynamic Island erscheint. In iOS 27 öffnet eine Wischgeste von der oberen Bildschirmmitte das "Search or Ask"-Interface. Wenn Siri aktiv ist, zeigt die Dynamic Island ein leuchtendes Siri-Symbol und eine "Suche"-Anzeige. Nach der Verarbeitung erweitert sich die Dynamic Island zu einem größeren, halbtransparenten Panel im Liquid-Glass-Stil mit dem Ergebnis. Durch Herunterziehen des Panels startet ein direktes Gespräch.

Eine Nebenwirkung der neuen Bedienung: Da die KI-Zone die zentrale Position am oberen Rand einnimmt, erreicht man das Benachrichtigungszentrum künftig durch eine Wischgeste aus der oberen linken Ecke. Zusätzlich plant Apple einen systemweiten "Frag Siri"-Button in den eigenen Apps sowie einen "Mit Siri schreiben"-Button direkt über der Tastatur, der die Writing-Tools-Funktion öffnet. Das bedeutet: Siri ist nicht mehr nur über den Side Button oder Sprachbefehl erreichbar, sondern direkt im Arbeitsfluss jeder App integriert.

 

Extensions und wählbare KI-Modelle: Der App Store öffnet sich für KI

Ein bisher wenig beachtetes, aber strategisch bedeutsames Feature ist das Extensions-System. Gurman hat aus dem Settings-Code einer internen iOS-27-Testversion zitiert: Extensions erlauben es Agenten aus installierten Apps, mit Siri, der Siri-App und anderen Funktionen auf den Geräten zusammenzuarbeiten. Übersetzt bedeutet das: Drittanbieter-Chatbots wie ChatGPT oder Claude können direkt mit Siri zusammenarbeiten, als wären sie ein Teil von Siri.

Daran knüpft eine besonders interessante Neuerung an: Mit iOS 27 sollen Nutzer zwischen verschiedenen KI-Diensten wie Gemini, ChatGPT oder Claude als Standard für bestimmte Aufgaben wählen können, etwa für die Schreibwerkzeuge oder die Bildbearbeitung in Image Playground. Das beendet die bisherige exklusive Anbindung an OpenAI, die seit 2024 die einzige integrierte externe KI war, aber so tief vergraben, dass viele Nutzer sie nie fanden. Künftig haben Nutzer die freie Wahl, welcher Anbieter im Hintergrund arbeitet.

Im App Store wird es laut Gurman eine eigene Extensions-Sektion geben, eine Art Marktplatz für KI-Integrationen. Apple führt gleichzeitig ein Core-AI-Framework für Entwickler ein, das das bisherige Core-ML-Framework ablöst.

 

Die drei versprochenen Features, die endlich kommen

Apple hatte bereits auf der WWDC 2024 drei spezifische Siri-Verbesserungen angekündigt, die nie in iOS 18 oder iOS 26 erschienen sind. iOS 27 soll diese Versprechen einlösen.

Erstens: Persönlicher Kontext. Siri wird E-Mails, Nachrichten, Dateien und Fotos kennen und darauf zugreifen, um personalisierte Antworten zu geben. Anfragen wie "Zeig mir die Datei, die Eric letzte Woche geschickt hat" oder "Finde die E-Mail, in der Eric das Eislaufen erwähnt hat" sollen zuverlässig funktionieren.

Zweitens: Onscreen Awareness. Siri soll sehen, was auf dem Bildschirm angezeigt wird, und direkt darauf reagieren können. Wer in Safari ein Restaurant öffnet, kann Siri bitten, direkt einen Tisch zu reservieren, ohne App-Wechsel.

Drittens: Aktionen in und zwischen Apps. Siri soll komplexe Aufgaben über mehrere Apps hinweg erledigen können, aus einem einzigen Sprachbefehl heraus.

 

Alle Features im Überblick

Feature Beschreibung Wahrscheinlichkeit
Standalone Siri-App Chatbot-App, automatisch auf Home Screen, iMessage-ähnlich Sehr hoch
Google Gemini als Basis Mehrjährige Apple-Google-Partnerschaft, Gemini-3-Niveau Bestätigt
"Search or Ask"-Panel Wischgeste von oben öffnet systemweites Siri-Interface Hoch
Dynamic Island Integration Siri-Symbol + Liquid-Glass-Panel in der Dynamic Island Hoch
Reichhaltige Ergebniskarten Karten für Personen, Orte, Wetter, Sport, eigene Daten Hoch
Wählbare KI-Modelle Gemini, ChatGPT oder Claude als Standard für Aufgaben Hoch
Extensions-System Drittanbieter-KIs als Agenten in Siri integrierbar Hoch
Persönlicher Kontext Zugriff auf E-Mails, Dateien, Fotos für personalisierte Antworten Sehr hoch
Onscreen Awareness Siri erkennt Bildschirminhalt und handelt direkt darauf Sehr hoch
Cross-App-Aktionen Komplexe Aufgaben über mehrere Apps aus einem Befehl Hoch
"Frag Siri"-Button Systemweite Integration in alle Apple-Apps Hoch
In Notes speichern Chat-Inhalte direkt in Apple Notes sichern Hoch

 

Warum so viel auf dem Spiel steht

Für Apple ist die neue Siri mehr als ein Feature-Update. Es geht um die Glaubwürdigkeit im KI-Zeitalter. Nach der Ankündigung von Apple Intelligence 2024 und vielen Verzögerungen hat sich Apple Anfang Mai 2026 in einer Sammelklage wegen unerfüllter Siri-Versprechen auf eine Zahlung von 250 Millionen Dollar geeinigt. Berechtigte Käufer bestimmter iPhone-15- und iPhone-16-Modelle können je Gerät einen Betrag geltend machen. Das zeigt, unter welchem Druck Apple steht, diesmal zu liefern.

Hinzu kommt die symbolische Dimension. Die WWDC 2026 ist die letzte große Konferenz, die Tim Cook als CEO eröffnet, bevor er am 1. September an John Ternus übergibt. Cook wird seinen Abschied von der Apple-Park-Bühne nutzen wollen, um sein Erbe zu sichern und seine lange Amtszeit nicht für immer mit der missglückten Einführung von Apple Intelligence verbunden zu sehen.

 

Wann erscheint iOS 27?

Apple wird iOS 27 auf der WWDC am 8. Juni 2026 vorstellen. Die Developer Beta erscheint direkt nach der Keynote. Die Public Beta folgt typischerweise einige Wochen später. Der finale Release ist für September 2026 geplant, parallel zur Vorstellung des iPhone 18 Pro und des faltbaren iPhone Ultra.

Wichtig zur Gerätekompatibilität: Nach aktuellen Berichten lässt iOS 27 die iPhone-11-Reihe und das iPhone SE der zweiten Generation fallen, womit iPhone 12 und neuer das Update erhalten. Die neuen KI-Features, einschließlich der vollständigen Siri-Überarbeitung, erfordern aber ein Apple-Intelligence-fähiges Gerät, also iPhone 15 Pro und neuer sowie aktuelle iPad- und Mac-Modelle. Ältere Geräte erhalten iOS 27 in einer Version ohne die vollen KI-Funktionen.

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Fazit

iOS 27 ist das Update, das Apple seit der WWDC 2024 versprochen hat. Die eigenständige Siri-App auf dem Home Screen, das Gemini-Fundament, das neue "Search or Ask"-Panel in der Dynamic Island, die wählbaren KI-Modelle Gemini, ChatGPT und Claude, das Extensions-System und die endlich eingelösten Versprechen zu persönlichem Kontext und Onscreen Awareness machen iOS 27 zum substanziellsten iPhone-Update seit Jahren. Apple wird alles auf der WWDC am 8. Juni 2026 zeigen. Bis dahin bleibt es bei Gerüchten und nachgestellten Screenshots, aber die Richtung ist klarer als je zuvor: Siri wird mit iOS 27 zu dem, was ChatGPT für andere Plattformen längst ist, nur tiefer ins System integriert und datenschutzorientierter. Wer wissen will, ob Apple das Versprechen diesmal hält, sollte die Keynote am 8. Juni verfolgen.

 

FAQ

 

Wann erscheint iOS 27?
Apple stellt iOS 27 auf der WWDC am 8. Juni 2026 vor. Der finale Release ist für September 2026 geplant, zusammen mit den neuen iPhone-Modellen.

Was ist die neue Siri-App in iOS 27?
Eine eigenständige Chatbot-App, die automatisch auf dem Home Screen erscheint. Sie funktioniert ähnlich wie iMessage mit Chat-Bubbles, ermöglicht Text- und Sprachinteraktion, Datei-Uploads und synchronisiert Konversationen über iCloud. Ende Mai veröffentlichte Screenshots zeigen ein dunkles Design im Liquid-Glass-Stil.

Warum arbeitet Apple mit Google zusammen?
Apple hat im Januar 2026 eine mehrjährige Partnerschaft mit Google für Siri und Apple Intelligence bekanntgegeben. Das maßgeschneiderte Gemini-Modell liefert die KI-Grundlage. Die Verarbeitung läuft über Apples Private Cloud Compute, Google hat keinen Zugriff auf persönliche Nutzerdaten.

Kann ich statt Gemini auch ChatGPT oder Claude nutzen?
Ja. Mit iOS 27 sollen Nutzer zwischen verschiedenen KI-Diensten wie Gemini, ChatGPT oder Claude als Standard für bestimmte Aufgaben wählen können, etwa für Schreibwerkzeuge oder Bildbearbeitung. Das beendet die bisherige exklusive Anbindung an OpenAI.

Was ist das Extensions-System in iOS 27?
Extensions ermöglichen Drittanbieter-KIs wie ChatGPT oder Claude, direkt als Agenten in Siri zu arbeiten. Der App Store bekommt eine eigene Extensions-Sektion als Marktplatz für KI-Integrationen.

Für welche Geräte kommt iOS 27?
iOS 27 erscheint nach aktuellen Berichten für iPhone 12 und neuer, die iPhone-11-Reihe und das iPhone SE der zweiten Generation fallen weg. Die vollständige neue Siri und die KI-Features erfordern ein iPhone 15 Pro oder neuer. Ältere Geräte erhalten iOS 27 ohne die vollen KI-Funktionen.

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